Credit Suisse kündigt höhere Dividende an
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Credit Suisse kündigt höhere Dividende an

Gute Nachrichten für die Aktionäre der Credit Suisse. Die Grossbank will sie mit einer höheren Dividende und über Aktienrückkäufe am Milliardenerlös des Winterthur-Verkaufs teilhaben lassen.

Für 2006 sollen die Aktionäre eine Dividende von 2.24 Fr. je Aktie erhalten, statt 2 Fr. wie im letzten Jahr. Dazu kommt eine Nennwertrückzahlung von 0.46 Fr. je Aktie, wie die CS am Montag anlässlich eines Investorentages mitteilte.

An der Generalversammlung vom 4. Mai soll darüber hinaus ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 8 Mrd. Fr. über drei Jahre beschlossen werden. Das laufende Aktienrückkaufprogramm über 6 Mrd. Fr. sollte bis zum zweiten Quartal 2007 abgeschlossen sein.

Der Verkauf der Winterthur-Versicherung an die französische Axa vom vergangenen Sommer hatte der CS 12,3 Mrd. Fr. in bar eingebracht.

So gut kapitalisiert wie noch nie

Die CS sei heute so gut kapitalisiert wie nie zuvor, erklärte Konzernchef Oswald Grübel. Deshalb könne sie neben dem Ausbau des Geschäftes auch Kapital an die Aktionäre zurückführen.

Die zweitgrösste Schweizer Bank wolle primär organisch wachsen. Daneben seien Akquisitionen möglich, die das integrierte Geschäftsmodell ergänzen, führte Grübel aus. Der Aufbau der «integrierten Bank» und der Verkauf der Winterthur zeigten die klare strategische Ausrichtung auf das Wachstum des Bankgeschäfts.

Das Institut habe eine über die gesamte Bank greifende Kostensenkungsinitiative lanciert. Ziel sei eine höhere Kerngewinnmarge.

Keine grossen Akquisition

Die zweite Priorität der Strategie gelte dem effizienten Kapitaleinsatz. Die Bank werde nur dort investieren, wo sie glaube, eine Eigenkapitalrendite von mindestens 20 Prozent erzielen zu können. Die CS brauche allerdings keine grosse Akquisition, um die strategischen Ziele zu erreichen, betonte Grübel erneut.

Nach dem Verkauf der Versicherungstochter Winterthur könne sich die CS vollständig auf das Kerngeschäft fokussieren. Das Modell der integrierten Bank habe bessere Resultate erzielt als erwartet, so Grübel weiter.

Für 2007 gibt sich die CS zuversichtlich, einen Reingewinn von mindestens 8,2 Mrd. Fr. erreichen zu können. Finanzchef Renato Fassbind bekräftigte am Montag vor den Investoren die bereits bekannte Gewinnprognose. Die aus der Integration der Bank erwarteten Einsparungen von 600 Mio. Fr. würden bereits 2007 und damit ein Jahr früher als geplant erreicht, sagte Fassbind weiter.

Die Börse reagierte positiv auf den Investorentag und die CS- Aktien schlossen um 0,2 Prozent fester auf 86.20 Franken, zwischenzeitlich hatte der Titel bis zu 1,7 Prozent gewonnen. Das Volumen des Aktienrückkaufprogramms sei etwas höher ausgefallen als erwartet, wenngleich die Dreijahresperiode relativ lang sei, hiess es bei Analysten. (sda)

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