Aktualisiert 05.10.2004 09:43

Credit Suisse: Wachstumsdynamik schwächt sich ab

Die Ökonomen der Credit Suisse sehen die diesjährige Entwicklung der Schweizer Wirtschaft etwas rosiger als noch vor einem halben Jahr.

Doch 2005 Jahr dürfte sich das Wachstum bereits wieder abschwächen.

Die Credit Suisse hat ihre Prognose für dieses Jahr von 1,5 Prozent auf 1,8 Prozent nach oben revidiert. Im nächsten Jahr wird aber gemäss den Schätzungen die Dynamik schon wieder abnehmen: Das Bruttoinlandprodukt (BIP) dürfte im Schlepptau einer schwächelnden Weltkonjunktur nur noch um 1,6 Prozent wachsen.

Wie die Credit Suisse am Dienstag weiter mitteilte, dürfte die Arbeitslosenquote nur langsam sinken. In diesem Jahr liege sie bei 3,8 Prozent, im nächsten dann bei 3,6 Prozent. Obwohl die Arbeitslosigkeit im Vergleich zu anderen Volkswirtschaften immer noch tief sei, habe die strukturelle Arbeitslosigkeit zugenommen.

Während die Schweizer Wirtschaft bereits im zweiten Halbjahr 2003 auf einen Wachstumskurs einschwenkte, hatte die Arbeitslosigkeit erst im Januar 2004 ihren Höhepunkt erreicht. Bis Sommer nahm sie leicht ab, stieg dann aber wieder an.

Der zündende Funke für die Schweizer Wirtschaft war dabei die Exportnachfrage, welche in diesem Jahr um 4,3 Prozent zugelegt hat. Über die Exporte wird sich aber die für das nächste Jahr vorausgesagte Schwäche der Weltkonjunktur direkt auf die Schweiz übertragen: Die Credit Suisse sieht für 2005 ein reduziertes Exportwachstum von 3 Prozent.

Mit ihren Prognosen für 2004 und 2005 liegt die Credit Suisse eher auf der vorsichtigen Seite. Der Konsensus der Vereinigung Business Economists rechnete Mitte September mit einem Wachstum von 1,9 Prozent in diesem und 2,0 Prozent im nächsten Jahr.

Bis jetzt noch überdurchschnittlich optimistisch ist das Staatssektretariat für Wirtschaft (seco), das Anfang September für das nächste Jahr ein Wachstum von 2,3 Prozent vorausgesagt hatte. (sda)

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