Konkurrenz: Credit Suisse will UBS überholen
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KonkurrenzCredit Suisse will UBS überholen

Die Credit Suisse wittert im gegenwärtigen Marktumfeld gute Chancen, zur führenden Bank in der Schweiz zu werden. Dabei schielt die Bank auch auf die sehr vermögenden Kunden.

«Wir wollen die führende Bank in der Schweiz werden», sagte Schweiz-Chef Hans-Ulrich Meister im Interview mit der «Finanz und Wirtschaft» vom Mittwoch.

In manchen Segmenten sei der Abstand zur UBS zwar noch beträchtlich. «Wir haben jetzt aber die Chance, die Credit Suisse als führende Bank der Schweiz zu etablieren», sagte Meister weiter. Innerhalb der nächsten drei Jahre will die jetzige Nummer zwei aufschliessen und Marktanteile gewinnen.

Hingegen hat die CS nicht von jenen UBS-Kunden profitieren können, die ihre Vermögen abgezogen haben. Diese Gelder seien zu Kantonal- und Raiffeisenbanken sowie zur Postfinance geflossen, sagte Meister.

Sehr vermögende Kunden im Visier

Mit Blick auf den Vormarsch der Kantonal- und Raiffeisenbanken organisiert die CS ab kommendem August einige Geschäftsfelder in der Schweiz neu.

Künftig werde sich das Private Banking der Credit Suisse noch stärker auf sehr vermögende Kunden konzentrieren. Die vermögenden Kunden, der grösste Teil der Schweizer Kundschaft, werde neu über das Filialnetz bedient.

Personen mit Vermögen bis zu einer Million Franken seien bisher im Private Banking bedient worden. Die entsprechenden Dienstleistungen seien aber nur in einem Drittel der 200 Filialen angeboten worden. «Ab dem 1. August werden alle Filialen Dienstleistungen für Kunden mit mittleren Vermögen anbieten», kündigte Meister an.

(sda)

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