Luzern: Cremeschnitte sorgt für rote Köpfe

Aktualisiert

LuzernCremeschnitte sorgt für rote Köpfe

Ein 14-Jähriger hat in der Konditorei Heini keine Cremeschnitte erhalten, weil sie ein wenig Kirsch enthält. Chef Bruno Heini spricht von einem Versehen.

von
Daniela Gigor
Im Gegensatz zu einer Kirschtorte enthält eine Cremeschnitte fast keinen Alkohol. (mgi)

Im Gegensatz zu einer Kirschtorte enthält eine Cremeschnitte fast keinen Alkohol. (mgi)

Der 14-jährige Yvo aus Ebikon hat am Sonntag zusammen mit seiner Mutter Patrizia Cofano die Konditorei Heini in Luzern besucht. Am Kuchentresen wollte er für seine Muter ein Stück Cremeschnitte bestellen. Die Verkäuferin weigerte sich, ihm die Patisserie zu verkaufen, weil sie etwas Alkohol ­enthalte. «Ich finde dieses Verhalten lächerlich», ärgert sich Cofano. Sie hätte es aber verstanden, wenn ihr Sohn etwa ein Stück Zuger Kirschtorte ­bestellt hätte.

Laut Inhaber Bruno Heini werden die Cremeschnitten mit «einem Hauch Kirsch verfeinert» – auf 150 Schnitten komme ein Fingerhut voll Kirsch. Eine Zuger Kirschtorte mit 24 Zentimetern Durchmesser enthalte dagegen etwa zwei Deziliter Kirschlikör. «Das Personal ist deshalb angewiesen, keine Zuger Kirschtorten und Likörpralinen an Kinder und Jugendliche zu verkaufen», sagte Heini gestern auf Anfrage. Bei Cremeschnitten gebe es allerdings kein Verkaufsverbot. «In diesem Fall war es ein Missverständnis», so Heini. Er will sich deshalb bei Cofano und ihrem Sohn entschuldigen.

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