Aktualisiert 14.11.2011 14:38

Nach AusrasterCristiano Ronaldo erklärt seinen Stinkefinger

Es war nicht die feine englische Art: Beim Training vor dem Barrage-Hinspiel auswärts gegen Bosnien-Herzegowina zeigte Cristiano Ronaldo der Meute den Mittelfinger. Nun folgen Erklärungsversuche.

von
mon

Cristiano Ronaldo und Co. werden am Flughafen von Sarajewo mit Messi-Rufen empfangen. (Video: YouTube/carltonboydb)

Die Reise nach Bosnien-Herzegowina wird Cristiano Ronaldo nicht in besonders guter Erinnerung bleiben. Bereits bei der Ankunft am Flughafen von Sarajewo wurde er von zahlreichen gegnerischen Fans ausgebuht und mit Messi-Rufen provoziert. Im Abschlusstraining folgten Laserpointer-Attacken, die den Portugiesen in die Weissglut und zu einer Stinkefinger-Entgleisung trieben. Das Barrage-Hinspiel gegen den klaren Underdog endete schliesslich mit einer Nullnummer.

Mit etwas Abstand erklärt Ronaldo nun seinen Ausraster auf dem Trainingsplatz. «Jeder spricht schlecht über mich, aber warum kritisiert niemand die Laserpointer, die genau in mein Gesicht und in meine Augen gestrahlt wurden?», so der Portugiese vor den Medien. Die Fans hätten sich so verhalten «und ich reagierte eben auf meine Art und Weise».

Ronaldos Hang zum Mittelfinger

Seine Art und Weise - das war der Stinkefinger. Und diesen zeigte der 26-Jährige vor anderthalb Monaten schon den Fans von Racing Satander. Seine Erklärung damals: Er habe nur mit Teamkollege Pepe gescherzt. Wenige Tage zuvor hatte «CR7» bereits für Hohngelächter gesorgt, als er ebenfalls nach einer Begründung suchte, weshalb er auswärts in der Champions League bei Dynamo Zagreb den gegnerischen Anhängern den ausgestreckten Mittelfinger zeigte. Sie lautete damals: «Die Leute pfeifen, weil ich reich, schön und ein guter Fussballer bin.»

Im Barrage-Hinspiel gegen Bosnien-Herzegowina konnte sich Cristiano Ronaldo übrigens trotz erneuter Laserpointer-Attacken zusammenreissen. Seine Begründung: «Ich versuchte, ruhig zu bleiben, denn ich wusste, dass ich vielleicht eine Strafe erhalte, wenn ich mich von den Fans provozieren lasse.» Das Rückspiel findet am Dienstag in Lissabon statt. Hier wird der Portugiese wohl keine Attacken zu befürchten haben, da sich vorwiegend eigene Fans im Stadion befinden werden.

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