Gegen Foodwaste - «Croppy»-App soll die Ernte vor dem Müll retten
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Gegen Foodwaste«Croppy»-App soll die Ernte vor dem Müll retten

Die heftigen Gewitter der vergangenen Tage haben bei Landwirten viel Schaden am Erntegut angerichtet. Nun wollen zwei Zugerinnen mit einer App Foodwaste verhindern.

von
Cheyenne Wyss
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Die heftigen Gewitter der vergangen Tage haben bei den Bäuerinnen und Bauern viel Schaden verursacht.

Die heftigen Gewitter der vergangen Tage haben bei den Bäuerinnen und Bauern viel Schaden verursacht.

Sabine Rock
Golfballgrosse Hagelkörner haben Gemüse und Obst stark zugesetzt.  

Golfballgrosse Hagelkörner haben Gemüse und Obst stark zugesetzt.

Sabine Rock
Zwei Zugerinnen haben die App lanciert. Mit der App will man die Ernte vor dem Müll retten und Foodwaste entgegenwirken.

Zwei Zugerinnen haben die App lanciert. Mit der App will man die Ernte vor dem Müll retten und Foodwaste entgegenwirken.

Fraktion Zug – Rettet die Ernte vor dem Müll

Darum gehts

  • Die heftigen Gewitter der vergangenen Tage haben ihre Spuren hinterlassen.

  • Auch die Ernte der Bauern hat es schwer getroffen.

  • Zwei Frauen aus dem Kanton Zug haben eine App namens «Croppy» entwickelt.

  • Die App soll den Landwirten helfen, zum Thema Nachhaltigkeit einen Beitrag zu leisten, Foodwaste entgegenzuwirken und den Menschen die Gelegenheit bieten, direkt vom Bauern regional Obst und Gemüse zu kaufen.

«Ein sehr grosser Schaden ist für Landwirte entstanden, deren jetziges Erntegut wie Erdbeeren, Kirschen, Bohnen, Salat, Kohl und vieles mehr ist entweder ganz ruiniert worden oder nicht mehr der Norm der Grossverteiler entsprechend», sagt Regie Bo, Facebookuserin und Mitinitiantin der App «Croppy», auf Anfrage von 20 Minuten. Die Naturereignisse hätten schwerwiegende Folgen für Landwirtinnen und Landwirte. «Zufälligerweise wurde gerade unsere App ‹Croppy› fertiggestellt und ist nun kostenlos für IOS oder Android für jedermann herunterladbar», sagt Regie Bo weiter.

Mit der App will man die Ernte vor dem Müll retten und Foodwaste entgegenwirken. «Croppy soll eine einfache Möglichkeit sowohl für Konsumenten wie auch für Bauern bieten, Ernteprodukte, die vielleicht optisch nicht den Ansprüchen von Grossverteilern entsprechen oder einfach mengenmässig nicht abgenommen werden, zu kaufen oder zu verkaufen.» In der App sind zurzeit allerdings erst wenige Angebote von Bäuerinnen und Bauern vorzufinden. Das liege daran, dass die App erst seit zwei Wochen heruntergeladen und seit Freitagabend nicht nur für den Kanton Zug zur Verfügung steht, sondern schweizweit genutzt werden kann. «Wir sind allerdings schon mit ein paar Bäuerinnen und Bauern in Kontakt und hoffen, dass jeden Tag neue Angebote dazukommen», führt Regie Bo weiter aus.

Viele Stunden Arbeit

Hinter der App stecken viele Stunden ehrenamtliche Arbeit. Neben den beiden Zugerinnen Laura Lullo und Regie Bo hat auch Regie Bos Lebenspartner während einem Jahr jede freie Stunde geopfert, um «Croppy» zu programmieren. Das Handling der App ist dabei relativ simpel. Hat man die App einmal heruntergeladen, einen neuen Account erstellt und «Angebote suchen» angewählt, zeigt es auch schon die ersten Angebote im Umkreis von zwei Kilometern, falls vorhanden. Dabei kann die Suche bis zu einem Umkreis von 50 Kilometern erweitert werden.

«Wir haben zurzeit bereits über 400 User, die die App heruntergeladen haben», meint Regie Bo weiter. Dabei sei die App ursprünglich nur für die Facebook-Gruppe «Fraktion Zug – Rettet die Ernte vor dem Müll» angedacht gewesen. Rückmeldungen von Mitgliedern der Facebook-Gruppe, die aus Bern, Luzern oder Aargau kamen, hätten dann aber schnell gezeigt, dass die App schweizweit gefragt ist. So helfe die App schweizweit nicht nur Landwirten, einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten, sondern biete den Menschen auch die Gelegenheit direkt ab Hof regional Obst und Gemüse zu fairen Preisen zu beziehen.

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