Aktualisiert 21.01.2016 09:41

Tidjane Thiam

CS-Chef will nicht IWF-Chef werden

Der CS-Chef weist Spekulationen, er könne der nächste IWF-Chef werden, zurück. Als CS-Chef habe er einen wichtigen Job zu erfüllen und werde dabei sein Bestes geben.

von
kko
«Will liefern, was ich versprochen habe»: Der CS-Chef Tidjane Thiam am WEF (20. Januar 2016).

«Will liefern, was ich versprochen habe»: Der CS-Chef Tidjane Thiam am WEF (20. Januar 2016).

Keystone

Der Konzernchef der Credit Suisse, Tidjane Thiam, will nicht Nachfolger von Christine Lagarde an der Spitze des Internationalen Währungsfonds IWF werden. In einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNBC anlässlich des WEF in Davos hat er entsprechende Spekulationen zurückgewiesen.

«Ich will meinen jetzigen Job bei der Credit Suisse gut machen und konzentriere mich voll darauf. Und ich will liefern, was ich versprochen habe», sagte der Chef der Grossbank dem US-Sender. Er wolle nicht spekulieren. Er habe einen wichtigen Job zu erfüllen und werde dabei sein Bestes geben.

Die Spekulationen waren am Vortag in Frankreich aufgekommen. Laut der Wochenzeitung «Le Canard Enchaîné» handelt es sich um Planspiele der französischen Regierung. Dabei könnte Thiam bei der nächsten IWF-Wahl Ende März Christine Lagarde ersetzten, womit weiterhin ein Franzose IWF-Chef wäre.

Lagarde: «Ich bin bereit zu dienen»

Lagarde ihrerseits hat mit juristischen Querelen aus ihrer Zeit als Ministerin (Fall Tapie) zu kämpfen. Sie soll sich in einem Entschädigungsverfahren vorschnell auf einen Vergleich mit dem französischen Geschäftsmann eingelassen haben.

Der IWF will, wie er am Mittwoch verlauten liess, bis Anfang März den IWF-Chef für die nächste Fünfjahresperiode bestimmen. Ob Lagarde selber nochmals kandidiert, liess sie bisher offen. Ihre bisherigen Aussagen deuten aber eher auf ein Ja. Sie sei offen dafür, hatte sie bei mehreren Gelegenheiten verlauten lassen. «Ich bin bereit zu dienen», sagte sie etwa im Oktober dazu. (kko/sda)

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