CS schafft umstrittenes Bonusprogramm für Manager ab

Aktualisiert

CS schafft umstrittenes Bonusprogramm für Manager ab

Die Credit Suisse schafft die heftig kritisierten Anreizeinheiten ab und führt eine neue, einheitliche Aktienbeteiligung für Mitarbeiter ein. Das neue Programme schafft mehr Transparenz.

Das Vergütungssystem der Credit Suisse (CS) hatte wiederholt zu Diskussionen geführt. Ins Kreuzfeuer der Kritik gerieten insbesondere die so genannten Anreizeinheiten (Performance Incentive Plan Units), die je nach Erreichung der Ziele nach fünf Jahren in eine bestimmte Anzahl CS-Aktien umgewandelt werden.

Kritik wegen Intransparenz

Dieses System wurde als intransparent kritisiert, weil nicht klar war, wie gross die Hebelwirkung der Einheiten und damit der effektive Lohn für die Bank-Kader war.

Nun hat die CS im Zuge der Integration ein neues Programm eingeführt. Damit verfüge die Bank über ein einheitliches Programm, sagte CS-Sprecher André Luther zu einem Bericht der «SonntagsZeitung». Die CS sei auf Kurs, so Luther, und es sei der richtige Zeitpunkt, ein «der Situation angepasstes Programm aufzulegen».

Am Markt eingekauft

Dabei profitieren Management und Kader weiter von Aktienplänen. Sie erhalten Aktien und neu ein am Markt gekauftes strukturiertes Produkt. Damit wird auch der Multiplikator dieser Optionen tiefer liegen als bisher. Er liegt nun bei maximal 2,5; bei fallenden Kursen ist er kleiner.

Das strukturierte Produkt wird von einer US-Grossbank zusammengestellt und von der CS zum Marktpreis gekauft. Das schafft Transparenz darüber, wie viel der variable Lohnanteil die CS kostet: Der Preis, der die Bank für das Produkt bezahlt, wird voll verbucht. (sda)

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