Aktivismus: CS blockiert Greenpeace mit Fake-Baustellen
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AktivismusCS blockiert Greenpeace mit Fake-Baustellen

Die CS hat sich auf einen Verteiler für Greenpeace-Aktivisten geschlichen. Vor geplanten Aktionen sperrte die Bank das Gebiet mit Fake-Baustellen ab.

von
rkn

Nach dieser Aktion bei der Generalversammlung 2017 fing die Credit Suisse an, Greenpeace auszuspionieren. (Video: Greenpeace Schweiz)

Der entlassene CS-Stabchef Pierre-Olivier Bouée ordnete offenbar nicht nur die Überwachung der ehemaligen Geschäftsleitungsmitglieder Peter Goerke und Iqbal Khan an, sondern er liess auch Greenpeace ausspionieren, wie die «SonntagsZeitung» berichtet.

Nachdem es vor knapp drei Jahren Aktivisten der Umweltorganisation dank einer Sicherheitslücke gelang, die Generalversammlung im Zürcher Hallenstadion mit einer spektakulären Aktion zu stören, beauftragte Bouée seinen Sicherheitschef, Greenpeace zu infiltrieren.

Auf Greenpeace-Verteiler geschlichen

Tatsächlich gelang es der Credit Suisse, auf den Verteiler für geplante Aktionen der Umweltschützer zu kommen. Laut dem Bericht versuchte die Credit Suisse dann, den Aktivisten das Demonstrieren zu erschweren: Die Bank errichtete jeweils vor von Demonstrationen betroffenen Filialen Fake-Baustellen und sperrte Teile des Gebiets ab.

Auch Sicherheitsleute wurden vor den Baustellen postiert. So sei es gelungen, die Aktivisten davon abzuhalten, ins Gebäude zu kommen. Dank dem Vorwissen konnte die Credit Suisse zudem sehr schnell die Polizei informieren.

Die Bank kommentiert die Enthüllungen nicht, da man zu Sicherheitsfragen keine Angaben mache. Greenpeace sagt in einer Stellungnahme, man habe von den Abwehrtaktiken nichts gemerkt und gehe dem Hinweis nach. (rkn/sda)

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