Aktualisiert 23.04.2020 06:00

1,3 Milliarden

CS steigert Reingewinn im ersten Quartal deutlich

Im ersten Quartal des neuen Jahres hat die Credit Suisse einen Reingewinn von 1,3 Milliarden Franken eingefahren. Die Bank ist deutlich besser unterwegs als im Vorjahr.

von
lha
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Thomas Gottstein hat die Führung der Credit Suisse im Februar übernommen und präsentiert erstmals die Quartalszahlen der Grossbank.

Thomas Gottstein hat die Führung der Credit Suisse im Februar übernommen und präsentiert erstmals die Quartalszahlen der Grossbank.

Keystone/Ennio Leanza
Gottstein folgte auf Tidjane Thiam, der am 12. Februar anlässlich der Präsentation der Jahresergebnisse der Credit Suiss seinen letzten öffentlichen Auftritt als CS-CEO hatte.

Gottstein folgte auf Tidjane Thiam, der am 12. Februar anlässlich der Präsentation der Jahresergebnisse der Credit Suiss seinen letzten öffentlichen Auftritt als CS-CEO hatte.

Keystone/Ennio Leanza
Gottstein hatte nur Lob für seinen Vorgänger und will an dessen Strategie festhalten.

Gottstein hatte nur Lob für seinen Vorgänger und will an dessen Strategie festhalten.

Ennio Leanza

Die Schweizer Grossbank Credit Suisse ist gut ins 2020 gestartet. Im ersten Quartal fuhr die Bank einen Reingewinn von 1,3 Milliarden Franken ein, das ist eine Steigerung von 75 Prozent im Vorjahresvergleich und zugleich das beste Quartalsergebnis der letzten fünf Jahre. Die Bank profitierte dabei auch von einem negativen Steuersatz. Auch den Nettoertrag konnte die CS im Vorjahresvergleich um 7 Prozent auf 5,8 Milliarden Franken steigern, wie die Bank am Donnerstagmorgen bekannt gab.

Auf Vorsteuerebene lag der Gewinn bei 1,20 Milliarden Franken. Ohne den Gewinn aus dem Abschluss des Verkaufs der Fonds-Plattform Investlab an Allfunds in Höhe von 268 Millionen Franken und kleineren Rückstellungen für bedeutende Rechtsstreitigkeiten hätte der Vorsteuergewinn 951 Millionen betragen. Mit den Ergebnissen wurden die Schätzungen von Analysten auf Stufe Ertrag und Reingewinn übertroffen.

CEO Gottstein trotz Pandemie zuversichtlich

«Das erste Quartal unter meiner Leitung als CEO der Gruppe war durch ein sehr schwieriges Umfeld mit einschneidenden Auswirkungen infolge der COVID-19-Pandemie geprägt», kommentiert CEO Thomas Gottstein das erste Quartalsergebnis unter seiner Führung. Obwohl eine in bedeutendem Umfang gebildete Reserve von über 1 Milliarde Franken absorbiert worden sei, habe die Bank ein solides Ergebnis erzielt.

Für die zu erwartenden Verwerfungen infolge Pandemie sieht er seine Bank gut aufgestellt. Das aus die Vermögensverwaltung ausgerichtete Geschäftsmodell habe sich erneut als widerstandsfähig erwiesen.

Rückstellungen gebildet

Wegen Corona wurden zudem Rückstellungen für Kreditrisiken in der Höhe von 568 Millionen gebildet. Das Ausmass der Corona-Auswirkungen sei nach wie vor schwierig zu beurteilen, hiess es. In den kommenden Quartalen könnte es nötig sein, weitere Reserven zu bilden und Wertberichtigungen vorzunehmen, insbesondere im Corporate-Banking-Geschäft und bei sonstigen Darlehen ausserhalb der Schweiz und im Hinblick auf unsere Anlagen im Asset Management.

Zugleich habe man aber Risikopositionen, etwa im Öl- und Gassektor abgebaut und sei gut aufgestellt, um auch während der Krise solide Finanzergebnisse zu erzielen.

Bereits 14'000 Corona-Kredit vergeben

Die CS war massgeblich an der Entwicklung der Überbrückungskredite für Schweizer Unternehmen beteiligt. Gemeinsam mit dem Eidgenössischen Finanzdepartement, der Nationalbank, der Bankenaufsicht Finma und der Schweizer Bankiervereinigung wurde ein Kreditrahmen von insgesamt 40 Milliarden Franken herausgegeben. Die Credit Suisse hat bereits 14'000 Kredite im Umfang von 2,4 Milliarden Franken im Rahmen dieses Programms gewährt.

Die CS hat weltweit auf Homeoffice umgestellt. 90 Prozent der Arbeit könne nun von zu Hause aus geleistet werden, zudem bietet die Bank bezahlte Abszenzen zur Betreuung von Familienmitgliedern bis zur Wiedereröffnung der Schulen an.

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