Bankgeheimnis: CS will französische Kundendaten offenlegen
Aktualisiert

BankgeheimnisCS will französische Kundendaten offenlegen

In einem Brief an die Kunden verlangt die Credit Suisse bis zum 1. September eine Vollmacht, der französischen Steuerbehörde die Identität von Konten mit französischen Wertschriften offenlegen zu dürfen.

Die Massnahme betreffe Kunden, die französische Finanzinstrumente oder Aktien halten, sagte CS-Sprecher Jean-Claude Darbellay am Mittwoch auf Anfrage zu einem Artikel der Westschweizer Tageszeitung «Le Temps». Mit der Massnahme will sich die CS absichern, dass sie die geltenden Gesetze in dem Land respektiert.

In dem Brief weist die Bank auf den Umstand hin, dass die Finanzmarktaufsicht (AMF) nach lokalem Recht dazu ermächtigt ist, die Identität aller Investoren zu ermitteln, die französische Titel halten.

Der Brief der CS an ihre französischen Kunden habe keinen Zusammenhang mit den Verhandlungen über ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zwischen der Schweiz und Frankreich, sagte Darbellay weiter. Die beiden Länder hatten am 11. Juni ein neues DBA auf der Basis des OECD-Standards für den Informationsaustausch bei Steuerfragen unterzeichnet. (sda)

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