Aktualisiert 14.03.2013 12:27

ReitenCSIO St. Gallen wieder an vier Tagen

Der CSIO St. Gallen wird 2013 wiederum an vier Tagen (30. Mai bis 2. Juni) stattfinden.

St. Gallen gehört weiterhin der Top-Kategorie der Veranstalter an und wurde in Europas Division I der Nationenpreise eingeteilt. In dieser sind vier Turniertage vorgeschrieben.

Zusammen mit La Baule, Rom, Rotterdam, Aachen, Falsterbo, Hickstead und Dublin bildet St. Gallen die vom Weltverband FEI neu geschaffene Division I in Europa. Im Vorjahr war das traditionelle Turnier auf dem Naturrasen im Gründenmoos auf Wunsch der Reiter auf drei Tage reduziert worden. Nunmehr wird es wieder auf vier Tage aufgestockt.

800'000 Franken Preisgeld

Das Organisationskomitee, das erstmals unter der alleinigen Leitung von Nayla Stössel steht, hat insgesamt zehn internationale Springen ausgeschrieben. Drei am Donnerstag, 30. Mai (Fronleichnam), ebenfalls deren drei am Freitag mit dem FEI Nations Cup als Höhepunkt. Auf den Samstag, 1. Juni, sind zwei internationale Prüfungen angesetzt mit dem Grossen Mercedes Jagdspringen als Highlight. Zwei Springen sind auf den Sonntag, den Finaltag, 2. Juni, angesetzt. Der sportliche Höhepunkt steigt mit dem Longines Grand Prix am Sonntag, der wie der Nationenpreis mit 200'000 Euro dotiert ist. Insgesamt lockt ein Preisgeld inklusive Ehrengaben von 800'000 Franken.

Neue Weltordnung im Springreitsport

Der internationale Springreitsport und die seit 1909 existierende Nationenpreis-Serie der FEI wurde auf dieses Jahr neu strukturiert. Offizielle Nationenpreise, die bisher einzig in Europa durchgeführt worden waren, werden in den nächsten vier Jahren vom Saudi Equestrian Fund gesponsert und wurden zu einem globalen Circuit ausgebaut. Die Serie trägt den Namen Furusiyya FEI Nations Cup und umfasst zwei Divisionen in Europa und je eine in Nord- und Südamerika, Afrika, Asien und dem Mittleren Osten. Sie mündet in einem Finale, das vom 26. bis 29. September in Barcelona durchgeführt und mit zwei Millionen Euro (Rekordpreisgeld) dotiert sein wird. 18 Equipen, sechs aus Europas Division I und deren drei aus Europas Division II, je zwei aus Nord- und Südamerika und je eine aus Afrika, Asien und dem Mittleren Osten qualifizieren sich hierfür. Bis 2016 haben sich die saudi-arabischen Geldgeber verpflichtet, die Serie mit jährlich vier Millionen Euro zu alimentieren.

Die Schweiz unter den acht Top-Nationen

Die Europa-Division I setzt sich diese Saison aus folgenden Nationen zusammen: Olympiasieger Grossbritannien, Welt- und Europameister Deutschland, Frankreich, Holland, Irland, der Schweiz und den beiden Aufsteigern Ukraine und Spanien. Sie ersetzen Schweden und den WM-Dritten Belgien, die letztes Jahr in die Division II abgestiegen sind. Für den CSIO St. Gallen haben Deutschland, Vorjahres-Nationenpreissieger Holland, Irland und die Schweiz als Gastgeber ihre Teilnahme mit erstklassigen Equipen bereits fixiert. Diese vier europäischen Teams können in St. Gallen Punkte für das Finale sammeln. Die Schweiz wird auch in La Baule, Rotterdam und Falsterbo auf Punktejagd ausgehen, nicht aber in Aachen, wo die Konkurrenz erfahrungsgemäss äusserst stark sein wird. Die Teilnahme der Schweiz im Mekka des Springreitsports ist dennoch gesichert, wurde doch das Team von Equipenchef Urs Grünig vom Veranstalter eingeladen. Nur kann die Schweiz in der Soers keine Punkte für die Finalqualifikation gewinnen. Die neue Punkteregelung der FEI ist kompliziert und wenig durchdacht. (si)

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