Nach verpasster Medaille: Cuches bittere Tränen zum WM-Abschied
Aktualisiert

Nach verpasster MedailleCuches bittere Tränen zum WM-Abschied

So hat man Didier Cuche noch nie gesehen. Nach der verpassten Medaille im WM-Riesenslalom musste der Neuenburger im Ziel getröstet werden.

von
Herbie Egli
Garmisch

Cuche erklärt nach dem Riesenslalom seinen WM-Abschied. (Video: 20 Minuten Online)

Er fuhr mit der Absicht, eine Medaille zu gewinnen, doch daraus wurde nichts. Didier Cuche beendete das Rennen auf dem 7. Rang. Das verpasste Edelmetall setzte dem 36-Jährigen richtig zu. Cuche lehnte sich im Zielraum auf die Abschrankungen und vergoss ein paar Tränen. Mit einem Taschentuch wischte er sich ab und liess sich sogar von einem österreichischen Betreuer trösten. Auch andere Fahrer klopften Cuche auf die Schulter und versuchten ihn damit aufzumuntern.

Nach rund zehn Minuten hatte sich der Abfahrts-Silbermedaillengewinner wieder gefangen und trat vor die Medien. «Die Geschichte mit dem Daumen ist eigentlich egal. Es war trotzdem eine gute Leistung. Ich war aber darauf vorbereitet, eine Medaille mit nach Hause zu nehmen. Es ist nicht die Enttäuschung, die überwiegt, sondern die Herzschmerzen, weil es mein letztes WM-Rennen war», sagte Cuche. In zwei Jahren an der WM in Schladming wird der Schweizer Speed-Spezialist also nicht mehr fahren. Ob er Ende Saison ganz zurücktritt oder noch ein Jahr anhängt, liess der 36-Jährig offen. Den Entscheid fällt Cuche im Frühling.

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