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Auto-Salon Genf 2019Cupra Formentor – warten auf die Eigenständigkeit

Mit dem Formentor probt Cupra am Genfer Auto-Salon die Emanzipation von Seat. Und guckt beim Design unverblümt nach Asien.

von
lie/tg
25.2.2019
Die Studie des Cupra Formentor sieht dem Mazda CX-3 und dem Infiniti Q30 sehr ähnlich.

Die Studie des Cupra Formentor sieht dem Mazda CX-3 und dem Infiniti Q30 sehr ähnlich.

Cupra

Kaum gegründet, will sich die sportliche Tochter Cupra von der Mutter Seat lösen und zeigt deshalb auf dem Genfer Auto-Salon (7. Bis 17. März) eine ziemlich seriennahe Studie des ersten eigenständigen Autos. Denn bisher mussten sich die sportlichen Spanier damit begnügen, den Seat Ateca zum Cupra umzumünzen und aufzupeppen. Das gelang zwar gut, doch der Seat Ateca bleibt auch als Cupra ein Ateca. Nur ein bisschen stärker, straffer, sportlicher.

Doch nun ziehen sie in Genf nun das Tuch vom Formentor, der als erstes SUV-Coupé auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) von VW aufbaut. Und auf den ersten Bildern macht der Cupra durchaus Lust, auch – oder gerade weil? –, wenn er optisch wie ein Mix aus Mazda CX-3 und Infiniti Q30 wirkt.

50 Kilometer rein elektrisch

Unter dem Blech gibt es ebenfalls zum ersten Mal bei einem Modell der Spanier einen Plug-In-Hybriden, der in der Kombination mit einem 2,0 Liter grossen Turbo-Benziner und der E-Maschine im Getriebe auf eine Leistung von 245 PS kommt. Und wie es sich für einen Teilzeitstromer gehört, kann der Formentor nicht nur 50 WLTP-Kilometer rein elektrisch fahren, sondern hat mit den vereinten Kräften beider Motoren auch den nötigen Punch für einen perfekten Kavalierstart.

Zwar wurde die Gründung der eigenen Marke skeptisch beurteilt, doch für Cupra-Chef Wayne Griffiths ist die Rechnung offenbar aufgegangen. Schliesslich hat die neue Marke 2018 mehr als 14'400 Einheiten erreicht. Das will Griffiths in den nächsten drei bis fünf Jahren verdoppeln – und setzt dabei auf Autos wie den Formentor, der darum wohl kaum ein Einzelstück bleiben wird. «Der Erfolg der Marke übertrifft unsere Erwartungen», so Griffiths. «Das müssen wir konsolidieren und weiter ausbauen.»

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