Aktualisiert 05.08.2008 10:21

AktienrechtCVP fordert mehr Transparenz

Die CVP verlangt Verbesserungen bei der vom Bundesrat vorgeschlagenen Revision des Aktienrechtes. Gefordert werden mehr Transparenz über die Besitzverhältnisse der Aktienpakete und bürokratische Entlastungen für KMUs.

Der Bundesrat wolle zu vieles in Form von zwingenden Gesetzesbestimmungen normieren, statt den Gesellschaften die entsprechende Freiheit zu gewähren, kritisierte der Urner Ständerat Hansheiri Inderkum am Dienstag an einer Medienkonferenz in Bern. Die CVP lehne deshalb das jederzeitige Auskunftsrecht von Aktionären nicht-börsenkotierter Gesellschaften sowie die zwingende jährliche Wiederwahl der Verwaltungsratsmitglieder ab.

Bei der Frage der Manager- und Verwaltungsratsentschädigungen schlägt die CVP vor, dass bei börsenkotierten Gesellschaften der Verwaltungsrat der Generalversammlung einen Entschädigungsbericht unterbreitet, über welchen die Generalversammlung konsultativ abstimmt. Mit diesem Modell, das in England gut funktioniere, könne das Ziel, vertretbare Entschädigungen zu bezahlen, erreicht werden, sagte CVP-Präsident Christophe Darbellay. Aus diesem Grund lehne das CVP-Präsidium auch die Volksinitiative «gegen die Abzockerei» ab.

Die Initiative will den überrissenen Spitzenentschädigungen für Manager und Verwaltungsräte durch einen Verfassungszusatz einen Riegel schieben. Die Revision des Aktienrechts wird zurzeit in der Rechtskommission des Ständerates behandelt. (dapd)

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