Aktualisiert 23.10.2003 16:23

CVP ist erstaunt über FDP

Die CVP hat sich verwundert über die Aussagen der FDP-Spitze gezeigt, nach denen die CVP einen Bundesratssitz an die SVP abtreten muss.

Die Art und Weise, wie die politischen Akteure seit dem Wahltag vorgingen, markiere den Wechsel von kooperativen zu einseitigen Vorgehensweisen, heisst es in einer Stellungnahme der CVP. Dies seien schlechte Grundlagen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Die FDP habe CVP und SVP erst dieser Tage zu bürgerlichen Spitzengesprächen angefragt, sagte der CVP-Generalsekretär Reto Nause auf Anfrage. Darüber hinaus hätten alle vier Regierungsparteien vereinbart, zentrale Inhalte der nächsten Legislatur und die Zusammensetzung des Bundesrats zu erörtern. Die FDP warte nun offensichtlich all diese Gespräche nicht ab und kommuniziere bereits, was man zuerst noch diskutieren wollte.

Nause erinnerte im weiteren daran, dass dass CVP und FDP noch vor den Wahlen die Möglichkeit einer Plattform der Mitteparteien erörtert. Nach den Wahlen sei das Interesse der FDP an einer Zusammenarbeit der bürgerlichen Mitte offenbar geschwunden. (dapd)

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