Denial-of-Service: Cyber-Angriffe gehen weiter
Aktualisiert

Denial-of-ServiceCyber-Angriffe gehen weiter

Die Internet-Angriffe auf Websites in Südkorea und den USA wurden über 86 verschiedene Rechner-Adressen in 16 Ländern gestartet.

Die Internet-Angriffe auf Websites in Südkorea und den USA wurden von Rechnern in fünf Ländern in Gang gesetzt, darunter auch Deutschland. Südkorea blockierte nach eigenen Angaben die Webadressen der fünf Rechner, über die die Viren verteilt wurden, die zu den Angriffen führten. Sie standen nach Angaben des Kommunikationsministeriums in Deutschland, Österreich, Georgien, Südkorea und den USA. Es werde vermutet, dass Nordkorea hinter den koordinierten Attacken stecke, sagte ein Mitglied des Geheimdienstausschusses des südkoreanischen Parlaments am Freitag, Chung Chin Sup.

Bei den Angriffen handelte es sich um sogenannte Denial-of-Service-Attacken (DOS), bei denen eine Website so mit Anfragen überflutet wird, dass sie praktisch nicht mehr erreichbar ist. Die Angriffe dauerten auch am Freitag noch an, ohne aber die in Südkorea betroffenen sieben Websites zu beeinträchtigen. Nordkorea hat bislang nicht auf die Vorwürfe reagiert, dass es hinter den Angriffe stecken könnte.

Von den ermittelten Webadressen (IP-Adressen) war keine direkt mit Nordkorea in Verbindung zu bringen, was aber bei derartigen Angriffen auch nicht viel heisst. Nach US-Angaben konnten aber einige IP-Adressen bis nach Nordkorea zurückverfolgt werden. Wie es weiter hiess, blockierte Südkorea zudem 86 verschiedene Rechner-Adressen in 16 Ländern, über die andere Viren verteilt wurden, die Festplatten oder Dateien in Computern beschädigten. Chung hatte zuerst auch berichtet, dass diese Rechner für die DOS-Attacken benutzt wurden, dies wurde aber später korrigiert. (dapd)

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