Cyber-Attacke gegen Le Pen?
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Cyber-Attacke gegen Le Pen?

Der französische Rechtsextremen-Führer Jean-Marie Le Pen braucht 500 Fürsprecher um für die Präsidentschaft zu kandidieren. Davon hat er zwei Wochen vor der Wahl erst 400 und die werden seit kurzem massiv belästigt.

Le Pen behauptet, dass die Einschüchterungsversuche auf seine Wahlhelfer auf die Ausspionierung seiner Computer zurückzuführen sind. Unbekannte hätten die Computer in den Büros der fremdenfeindlichen Partei Front National ausspioniert.

Ermittlungen seien im Gange, verlautete am Samstag aus Justizkreisen in Nanterre. Le Pen hatte auf einer Pressekonferenz am Donnerstag den Verdacht geäussert, dass Computer der Partei Ziel eines Hacker-Angriffs gewesen sein könnten. So seien die Namen von Volksvertretern publik geworden, die ihn bei seiner Präsidentschaftskandidatur unterstützen wollten.

Unbekannte hätten daraufhin eine Reihe von Bürgermeistern, die ihm gewogen waren, mit Anrufen eingeschüchtert, sagte der 78-jährige Politiker. Nach eigenen Angaben hatte Le Pen wegen der Anrufe bereits 14 Strafanzeigen gegen Unbekannt gestellt.

Wenn «Wahlpaten» wie diese Bürgermeister abspringen, ist das für den Chef der Front National fatal: Zwei Wochen vor Ablauf der Frist fehlen ihm nach eigenen Angaben noch fast hundert der 500 erforderlichen Göttis. (sda)

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