Röntgenblick: Cyberbrille macht den nächsten Mini durchsichtig
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RöntgenblickCyberbrille macht den nächsten Mini durchsichtig

Nach dem selbstparkenden Wagen entwickelt BMW für seine Marke Mini eine Cyberbrille. Sie soll Sicherheit bieten und durch Wände sehen lassen.

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pst
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BMW wird an der Auto Shanghai 2015 eine neue AR-Brille für Lenker vorstellen.

BMW wird an der Auto Shanghai 2015 eine neue AR-Brille für Lenker vorstellen.

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Mini Augmented Vision soll ein «revolutionäres Anzeigekonzept» für Autofahrer sein, wie der Deutsche Autobauer in einer Mitteilung schreibt.

Mini Augmented Vision soll ein «revolutionäres Anzeigekonzept» für Autofahrer sein, wie der Deutsche Autobauer in einer Mitteilung schreibt.

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Wie für Augmented-Reality-Headsets üblich, ist die Mini-Cyberbrille in der Lage ...

Wie für Augmented-Reality-Headsets üblich, ist die Mini-Cyberbrille in der Lage ...

BMW

An der vom 22. bis 29. April stattfindenden Vierrad-Messe Auto Shanghai 2015 wird der deutsche Autohersteller BMW den Prototypen einer eigens entwickelten Augmented-Reality-Brille vorstellen. Die Mini Augmented Vision soll in erster Linie für mehr Übersicht und Sicherheit im Strassenverkehr sorgen. Dazu werden dem Fahrer, ähnlich wie bei Google Glass, Funktionen und Infos ins Sichtfeld projiziert.

Damit der Lenker den Durchblick auf der Strasse nicht verliert beziehungsweise durch die Brillen-Anzeige nicht zu sehr abgelenkt wird, setzt Mini Augmented Vision auf sogenannte See-Through-Technologie, also auf transparente Einblendungen. Und als wäre das nicht schon genug Durchsichtigkeit, verleiht die Cyberbrille dem Träger auch gleich noch den Röntgenblick («X-Ray-View»): Um verdeckte Bereiche sichtbar zu machen, ermöglicht die Technologie, virtuell durch Türen oder die A-Säule des Autos hindurchzusehen.

Röntgenblick dank Mini Augmented Vision. (Video: Youtube/Mini)

Externes Navi und Messaging

Mit der Mini-Brille lassen sich Geschwindigkeit, Tempolimit und andere Fahrinformationen im primären Sichtfeld des Fahrers anzeigen. Die Infos werden immer an der gleichen Position oberhalb des Lenkrades angezeigt, «um keine Verkehrsteilnehmer zu überdecken» und den Piloten abzulenken. Was allerdings mit der Anzeige passiert, sollte man den Kopf kurz nach links oder rechts drehen, wird auf der Site von BMW nicht genauer erörtert. BMWs Augmented-Reality-Brille (AR) soll auch bei der Parkplatzsuche nützlich sein, indem freie Parkfelder angezeigt werden können.

Der Vorteil der Mini Augmented Vision im Vergleich zu herkömmlichen Navis ist, dass sie sich auch bedienen lässt, wenn man sich nicht im Wagen befindet. So kann man den Zielort des nächsten Trips bereits auf dem Weg in die Garage festlegen und ans Auto übertragen. Die sogenannte First Mile/Last Mile-Funktion zeigt den aktuellen Standort des Lenkers zum Fahrzeug und die Position des Wagens zum Ziel an.

Um die Vernetzung zwischen Auto, Fahrer und der restlichen Welt auf die Spitze zu treiben, informiert die Mini Augmented Vision auch über eingehende Nachrichten, die vom Bordcomputer vorgelesen werden können. Anzeigen lassen kann man sich den Text aus Sicherheitsgründen indes nicht. Unklar ist, ob Mini-Fahrzeuge fähig sind, Emojis in Worte zu fassen.

Elvis wäre Mini gefahren

Seit der Übernahme von Mini durch BMW im Jahre 1994 bemühen sich die Bayerischen Motorenwerke, die Marke durch ein frech-urbanes Image einem jungen Publikum schmackhaft zu machen. Analog dieser Ausrichtung wurde wohl auch die Mini Augmented Vision designt: Die Cyberbrille für hippe Grossstadt-Lenker ist optisch von Pilotenbrillen inspiriert und erinnert stark an die Sonnenbrille des King of Rock. Tech-affine Hipster, die modisch auf der Höhe bleiben wollen, müssen sich demnächst zur kultigen Brille also auch noch das passende Auto kaufen.

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