Hololens: Cyberbrille macht Laien zu Reparatur-Profis
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HololensCyberbrille macht Laien zu Reparatur-Profis

Geräte wie die Hololens können ganze Branchen umkrempeln. Jetzt setzen erste Firmen die Technologie ein. Zum Beispiel, um defekte Maschinen zu reparieren.

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tob

Reparatur mit Cyberbrille: Der Logistikkonzern Jungheinrich setzt die Hololens ein. (Video: Stefan Wehrle)

Ein Techniker schiebt einen defekten Hubwagen aus dem Lager und nimmt die Motorhaube ab. Statt lange zu suchen und die Checkliste ab Papier abzuarbeiten, nutzt er eine Hololens. Die Augmented-Reality-Brille zeigt dem Techniker ein transparentes 3-D-Modell des Motorraums an, das sich mit dem Stapler überlagert. Virtuelle Pfeile zeigen an, welche Teile geprüft werden müssen. Mit Hilfe der Brille ist der Defekt schnell gefunden.

Das oben beschriebene Szenario ist Realität. Die Zürcher Firma Zühlke hat die entsprechende App für die Hololens zusammen mit dem Logistikkonzern Jungheinrich entwickelt. «Mit der App können Techniker die Geräte einfacher warten», erklärt der Entwickler Fredrik Gundelsweiler.

Der Mensch im Mittelpunkt

Noch stehe man ganz am Anfang der Entwicklung und Firmen würden erst damit beginnen, die Technologie nach und nach zu integrieren, sagt Daniel Diezi, Innovationsmanager bei Zühlke.

Er sieht für Augmented-Reality grosses Potenzial, das Branchen umkrempeln kann – nicht nur in der Industrie, sondern beispielsweise auch in der Medizin. «Schön ist, dass es ein Gegentrend zur Automatisierung ist, da bei der Technologie der Mensch im Mittelpunkt steht», so Diezi.

Er erwartet den Durchbruch in zwei bis fünf Jahren und dass solche Brillen in Zukunft kleiner und günstiger werden – und damit auch spannend für Privatkunden.

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