Aktualisiert 18.09.2014 08:57

Totem

Cyberbrille mit Durchblick

Auf Kickstarter wird Geld für eine neue 3-D-Brille gesammelt. Zwei eingebaute Kameras sorgen dafür, dass man sich auch mit aufgesetztem Headset im Zimmer umsehen kann.

von
pst

Ernstzunehmende Konkurrenz für Oculus Rift und Morpheus: Die 2005 gegründete, auf die Entwicklung sogenannter Head-Mounted Displays (HMD) spezialisierte Firma Vrvana hat auf Kickstarter.com eine Kampagne zur Finanzierung eines neuen Cyber-Headsets lanciert. Sollte das Ziel erreicht werden und Vrvana 316'000 Dollar einnehmen, will das Unternehmen eine 3-D-Brille auf den Markt bringen, die ihre Konkurrenz in Sachen Features ausstechen soll.

Die auf den Namen Totem getaufte Brille funktioniert dank HDMI-Schnittstelle plattformübergreifend (PCs, Konsolen, Tablets, Blu-ray-Player usw.), verfügt über ein Full-HD-OLED-Display sowie ein Sichtfeld von 90 Grad.

Besser als Oculus Rift und Morhpeus?

Das interessanteste Feature sind aber zwei eingebaute Kameras. Dank ihnen kann man ein gerade laufendes Game oder einen Film jederzeit unterbrechen und sich, ohne das Gerät abzulegen, im Raum umsehen - ziemlich praktisch, wenn während der Game-Session das Telefon klingelt. Ein weiterer Vorteil des Zwei-Kamera-Systems ist, dass Totem nicht auf eine externe Tracking-Cam angewiesen ist. Bewegt man sich nämlich bei den anderen Systemen aus dem Blickfeld der externen, den Spieler «verfolgenden» Kamera, kann diese die Bewegungen des Trägers nicht mehr registrieren. Dank der beiden On-Board-Kameras kann man sich quasi frei bewegen. Einzige Restriktionen in Sachen Bewegungsfreiheit bieten dann wohl nur noch im Raum befindliche Möbel oder die Zimmerwände.

Angaben der Entwickler zufolge soll die Totem über eine extrem geringe Latenzzeit verfügen. So gering, dass die Verzögerung zwischen der wirklichen Bewegung und deren Darstellung auf dem Display nicht merkbar sein soll.

Auch an Nutzer mit Sehschwäche haben die Hersteller gedacht: Dank spezieller Linsen kann der Fokus für jedes Auge einzeln angepasst werden. So müssen Brillenträger ihre «Nasenvelos» künftig nicht mehr unter der Totem tragen.

Das Headset soll mit einem eigenen Entwickler-Kit (DK) ausgeliefert werden und ist mit allen Anwendungen des ersten Oculus-Developer-Kits kompatibel. Die Vrvana-Entwickler arbeiten eigenen Angaben zufolge momentan daran, dass auch Oculus-DK2-Applikationen auf der Totem laufen.

Ist die Kickstarter-Kampagne erfolgreich, soll die Totem ab April 2015 erhältlich sein. Alle Infos zur High-End-Cyberbrille von Vrvana gibts hier.

Totem von Vrvana verspricht das ultimative 3-D-Erlebnis. (Video: Kickstarter/Vrvana Inc.)

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