Nackt im Museum: Da hängen nicht bloss Bilder
Aktualisiert

Nackt im MuseumDa hängen nicht bloss Bilder

Museumsbesucher im Wiener Leopold Museum haben am Montagabend mehr als nur ihre Mäntel an der Garderobe abgegeben. Das Thema der Ausstellung: «Nackte Männer».

von
kub

Nackt bis auf Schuhe und Socken nahmen die Museumsbesucher - vorwiegend männliche - im Wiener Leopold Museum an einer Spezialführung durch die Ausstellung «Nackte Männer von 1800 bis heute» teil. Die Ausstellung, die sich mit der männlichen Nacktheit befasst, zeigt etwa 300 Gemälde, Fotografien, Zeichnungen und Skulpturen.

Für viele Teilnehmer der Veranstaltung, die nach Ende der normalen Öffnungszeiten abgehalten wurde, war der Abend ein Gänsehaut erzeugendes Erlebnis: «Ich kann nicht behaupten, dass ich schwitze», sagte etwa der Büroangestellte Herbert Korvas, während er mit einer Gruppe junger Männer nackt auf den Beginn der Führung durch die Ausstellung wartete. Ohne Kleider ein Museum zu besuchen sei «einmal etwas anderes», meinte er. Die Temperatur lag bei 21 bis 22 Grad.

Der «Nacktabend», der von der Nudisten-Szene gewünscht wurde, war nach Angaben des Museums ein voller Erfolg. 300 Personen traten der ausgestellten Kunst hüllenlos gegenüber. «Junge Männer und ältere Herren, junge Frauen und reife Damen flanierten durch das Museum, nackt wie Gott sie schuf», hiess es. Bekleidete Besucher waren nicht zugelassen. Voyeurismus war nicht erwünscht.

Eine Gruppe sei nach der Ausstellung so angeregt gewesen, dass sie sich nach dem Ende ihrer Führung ins Freie begab, um sich vor der «Mr. Big»-Skulptur fotografieren zu lassen.

Die Nackten am Toten Meer

News-Bericht zu den nackten Tatsachen (Quelle: YouTube/Der Standard) (kub/sda)

Das zeigt die Ausstellung noch bis 4. März. Die Ausstellung wurde verlängert.

Deine Meinung