Berner über Krawallnächte: «Da ist doch etwas falsch bei denen»

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Berner über Krawallnächte«Da ist doch etwas falsch bei denen»

Am Montag nach dem Krawallwochenende zeigt sich: Viele Berner sind schockiert über das Gewaltausmass und glauben nicht an politische Motive.

von
cho

Die Berner zeigen sich verärgert über die Krawalle der letzten Tage.

Verständnis für die gut 50 Linksautonomen, welche sich am Samstagabend eine wüste Strassenschlacht mit der Kantonspolizei Bern lieferten, haben nur die wenigsten. Eine nicht repräsentative Strassenumfrage von 20 Minuten zeigt: Kaum jemand in Bern glaubt an einen politischen Hintergrund bei den Aktivisten. «Die wollten einfach nur Krawall machen», sagt etwa Susanne Freiburghaus (53). Auch Pfarrer Marcel Laux (45) spricht von einem Deckmantel. «Gewalt ist ohnehin das falsche Gefäss, um irgendeinen Inhalt umzusetzen», sagt er zudem.

Junge Berner zeigen sich besorgt über das Ausmass der Aggressivität gegen die Uniformierten. Gibb-Schüler Sandro Sägesser (19) bereitet vor allem die «krasse» Gewalt gegen die Polizei Sorge: «Das ist doch nicht mehr normal. Da ist doch etwas falsch bei denen.» Dieses Ausmass an Gewalt sei es auch, das ihn davon abhalte, die Reitschule zu besuchen.

Gegen Reitschulschliessung

Während auf Berns Strassen eine Mehrheit die Problematik bei der Reitschule sieht, nehmen einige den Kulturbetrieb auch in Schutz: «Würde die Reitschule geschlossen, wäre alles noch viel schlimmer», sagt eine Frau aus Köniz. Leute, die dort arbeiten, würden die Wogen glätten und zur Deeskalation beitragen. Schülerin Michelle Wittwer (20) findet: «Ich bin gegen solche Aktionen, aber ich finde auch nicht, dass die Reitschule deswegen geschlossen werden sollte.»

Demonstration in Bern eskaliert

In Bern kam es zu einer brutalen Strassenschlacht. Zehn Polizisten wurden dabei verletzt. (Video: Tamedia/Twitter)

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