Geschmuggeltes Grautier: Da steht ein Esel im Kofferraum
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Geschmuggeltes GrautierDa steht ein Esel im Kofferraum

Grenzwächter haben am Splügenpass einen aussergewöhnlichen Schmuggel aufgedeckt. Sie fanden in einem Auto, das von Italien her in die Schweiz fuhr, einen lebenden Esel.

von
rme
Zwischen Rücksitzbank und Heckklappe wurde der Esel über den Splügenpass gekarrt. (Bild: Grenzwachtregion III)

Zwischen Rücksitzbank und Heckklappe wurde der Esel über den Splügenpass gekarrt. (Bild: Grenzwachtregion III)

Der Splügenpass zwischen dem italienischen Chiavenna und Splügen GR ist ein Highlight für Liebhaber des Drahtesels: Rennvelofahrern haben es die unzähligen Serpentinen angetan. Nun hat auch ein echter Esel diese Kurven bewältigt - unfreiwillig und im Kofferraum eines Vans.

Die Schweiz wollte das Ehepaar mit dem Esel auf der Fahrt von Italien nach Deutschland nur durchqueren. Doch Grenzwächter machten den beiden am Splügenpass einen dicken Strich durch die Rechnung. Bei der Kontrolle entdeckten sie das zwischen Rücksitz und Heckklappe eingepferchte Jungtier.

Trauma im Pferdeanhänger?

Den Grenzwächtern erzählte das deutsche Ehepaar, es habe dem Esel den zehnstündigen Transport in einem Pferdeanhänger nicht zumuten wollen. Eine Beförderung dieser Art könne sich traumatisierend auf das Tier auswirken. Vom Esel musste sich das Ehepaar zunächst trennen.

Wie das Kommando der Grenzwachtregion III am Donnerstag weiter berichtete, fehlten neben der ordnungsgemässen Anmeldung am Zoll auch die notwendigen Gesundheitszeugnisse für das Tier. Deshalb wurde die bündnerische Amtsstelle für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit eingeschaltet, welche die Beschlagnahmung des Jungtieres anordnete. Da das Ehepaar mit der Einfuhr und dem Transport des Esels gleich gegen mehrere Gesetze verstossen hat, muss es mit einer empfindlichen Busse rechnen. Allein die unterlassene Zollanmeldung kostet 500 Franken. (rme/sda)

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