26.10.2020 16:59

Autofahrer crashen Unfallstelle«Da verstehen wir keinen Spass, das ist gefährlich»

Gleich sieben Autofahrer haben am Samstag eine Absperrung in Menzingen ZG missachtet und sind auf eine Unfallstelle gefahren. Sie kriegen nun Post von der Polizei.

von
Gianni Walther
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Auf verschiedenen sozialen Medien mahnt die Zuger Polizei dazu Absperrungen von Unfallstellen zu respektieren.

Auf verschiedenen sozialen Medien mahnt die Zuger Polizei dazu Absperrungen von Unfallstellen zu respektieren.

Instagram/ @zugerpolizei_official
In Menzingen waren am Samstag nach einem Verkehrsunfall gleich sieben Autos in eine Unfallstelle gefahren.

In Menzingen waren am Samstag nach einem Verkehrsunfall gleich sieben Autos in eine Unfallstelle gefahren.

Zuger Polizei
Die Fahrer missachteten die Absperrung, fuhren auf dem Fahrstreifen für Linksabbieger geradeaus und wollten auf der Gegenfahrbahn an der Unfallstelle vorbeifahren.

Die Fahrer missachteten die Absperrung, fuhren auf dem Fahrstreifen für Linksabbieger geradeaus und wollten auf der Gegenfahrbahn an der Unfallstelle vorbeifahren.

Zuger Polizei

Darum gehts

  • Nach einem Verkehrsunfall in Menzingen ZG musste die Zuger Polizei die Kantonsstrasse sperren.

  • Mehrere Autofahrer missachteten die Absperrung und fuhren auf die Unfallstelle.

  • Das birgt Gefahren für Unfallbeteiligte und Einsatzkräfte.

  • Die Zuger Polizei hebt den Mahnfinger: Absperrungen müssen respektiert werden.

  • Die sieben betroffenen Autofahrer werden gebüsst.

Bei einem Verkehrsunfall in Menzingen ZG ist am Samstag eine 75-Jährige verletzt worden, an den drei beteiligten Unfallautos entstand jeweils ein Totalschaden. Die Kantonsstrasse zwischen Schmittli und Nidfuren wurde von der Zuger Polizei für die Unfallaufnahme und die Bergung der Autos beidseitig gesperrt.

Dies scheint sieben Autofahrern egal gewesen zu sein, wie die Polizei in sozialen Medien verlauten liess: Sie missachteten die Absperrung, fuhren auf dem Fahrstreifen für Linksabbieger geradeaus an der polizeilichen Signalisation sowie einer Verkehrsinsel vorbei in Richtung Unfallstelle.

Das sieht die Polizei nicht gern: «Das ist ein sehr ernstes Thema. Da verstehen wir keinen Spass, das ist gefährlich», sagt Frank Kleiner, Mediensprecher der Zuger Polizei. «Wir sperren Strassen nicht einfach aus Spass», sagt Kleiner weiter.

200 Franken Busse für die Verkehrssünder

Vielen Verkehrsteilnehmern sei nicht bewusst, wie gefährlich ein solches Verhalten sein kann. «So etwas können, wollen und dürfen wir nicht akzeptieren. Hinter den Absperrungen sind Helfer im Einsatz und es befinden sich Unfallbeteiligte vor Ort.»

Die Polizei hört laut Kleiner in solchen Situationen die verschiedensten Ausreden von Verkehrsteilnehmern. Diese lässt die Polizei jedoch nicht gelten: «Auf Unfallstellen werden Beteiligte gerettet und betreut. Alles andere muss hinten anstehen.»

Für Kleiner ist ein das Missachten der Absperrung aber auch eine Frage des Respekts: «Jene Damen und Herren, die so etwas machen, sollten sich einmal vorstellen: Wie würden sie reagieren, wenn sie verletzt auf der Unfallstelle liegen und plötzlich ein Auto angefahren kommt?»

Die fehlbaren Autofahrer kriegen nun Post: Sie erhalten Ordnungsbussen in der Höhe von 200 Franken. Sie werden einerseits gebüsst, weil sie das polizeiliche Fahrverbot missachtet haben, und andererseits, weil sie beim Fahrstreifen für Linksabbieger geradeaus auf die Gegenfahrbahn gefahren sind.

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