04.05.2018 03:47

Sneakerness-Veranstalter

«Dad-Shoes im 90er-Stil sind mega im Trend»

Am Wochenende findet die 10. Sneakerness-Messe in Zürich statt. Im Interview verrät Macher Sergio Muster die neusten Trends.

von
wed
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Am Wochenende versammeln sich die Sneakerfans aus der ganzen Schweiz an der Sneakerness in Zürich-Oerlikon. Es ist bereits die zehnte Ausgabe.

Am Wochenende versammeln sich die Sneakerfans aus der ganzen Schweiz an der Sneakerness in Zürich-Oerlikon. Es ist bereits die zehnte Ausgabe.

Veranstalter Sergio Muster ist mit der Sneakerness mittlerweile in ganz Europa und in Afrika unterwegs. Laut Muster sind die Dad-Shoes momentan mega im Trend. Retro-Modelle, die so aussehen, als hätte sie der Vater in den 90er-Jahren getragen.

Veranstalter Sergio Muster ist mit der Sneakerness mittlerweile in ganz Europa und in Afrika unterwegs. Laut Muster sind die Dad-Shoes momentan mega im Trend. Retro-Modelle, die so aussehen, als hätte sie der Vater in den 90er-Jahren getragen.

Dazu gehört etwa der Balenciaga Triple S, der über 800 Franken kostet und weltweit ausverkauft ist.

Dazu gehört etwa der Balenciaga Triple S, der über 800 Franken kostet und weltweit ausverkauft ist.

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Sergio Muster, dieses Wochenende findet in der Halle 622 die zehnte Sneakerness in Zürich statt – ein Jubiläum. Was dürfen die Besucher erwarten?

Neben der üblichen Vielzahl an Ständen, die ihre limitierten und speziellen Sneakers präsentieren und verkaufen, gibt es dieses Jahr neu ein Street-Soccer-Turnier – für das man sich immer noch anmelden kann – sowie auch Fashion-Talks, wo Szenekenner, Prominente und auch Verantwortliche der grossen Marken über die Trends sprechen. Am Samstagabend gibt es zudem noch eine Blockparty, wo unter anderem auch Rapper Stress auftritt.

Vor einem Jahr haben Sie im Interview angekündigt, dass der Sneaker-Hype noch grösser werden wird, als er sowieso schon war. Ist Ihre Vorhersage eingetroffen?

Ja, es ist ehrlich gesagt verrückt. Der Sneakers-Hype ist nicht nur in der urbanen Mode noch grösser geworden, er hat nun auch die High-Fashion erreicht. So ist etwa die Luxusmarke Balenciaga auf den Sneakers-Zug aufgesprungen und hat damit voll ins Schwarze getroffen. Etwa ihr Triple S Modell für über 800 Franken ist weltweit ausverkauft.

Welche Modelle sind neben dem Balenciaga-Schuh auch noch im Trend?

Alle Modelle, die wie der Triple S in die Kategorie der sogenannten Dad-Shoes gehen. Retro-Modelle, die so aussehen als hätte sie der Vater oder Grossvater in den 90er-Jahren getragen, sind mega im Trend. Dabei müssen die Schuhe nicht mal limitiert oder teuer sein und die Leute drehen durch. Beispiele sind etwa der Yeezy Wave Runner und Puma Thunder.

Der US-Rapper Kanye West hat mit seinen Yeezy-Modellen einen massgeblichen Beitrag zum jetzigen Hype geleistet. Ist er immer noch das Mass aller Dinge?

Nein, momentan ist das ganz klar der amerikanische Fashion-Designer Virgil Abloh. Er ist Gründer der Marke Off-White und neu für die Männermode von Louis Vuitton verantwortlich. Seine Sneaker-Kollaborationen mit Marken wie beispielsweise Nike sind zum jetzigen Zeitpunkt das Mass aller Dinge.

Wie sehen Sie die Sneaker-Szene in Zürich?

Mir fehlen etwas die kleinen Sneaker-Boutiquen für Fans, wo man seltene Schmuckstücke kaufen kann und wo auch spannende Hintergrundgeschichten zu den Schuhen erzählt werden. In Zürich gibt es nur Läden, die ein Modell nach dem anderen raushauen wie eine Maschine. Ausser bei Recon – ein kleiner und vielfach unterschätzter Laden im Kreis 4. Mit ein bisschen Glück findet man dort sehr seltene Ware.

Wie profitiert Ihre Sneakerness von dem Hype um diese Szene?

Wir wachsen stetig mit Veranstaltungen in ganz Europa. Neu machen wir dieses Jahr auch London und Mailand – zwei sehr wichtige Städte, wenn es um Mode geht. Ich habe die Szenen in diesen Städten lange beobachtet und glaube, dass nun der richtige Moment ist, auch dort in den Markt einzusteigen. Zudem hat mich die Sneakerness im südafrikanischen Johannesburg sehr fasziniert. Afrika hat extrem viel Potenzial und ich überlege mir auch dort weitere Veranstaltung zu organisieren, etwa in Nigeria.

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