Aktualisiert 15.02.2006 23:27

InterviewDada (ante Portas): «So sehr wir uns streiten, lieben wir uns auch»

Mit optimistischen Klängen läuten Dada (ante Portas) auf ihrem neuen Album «Superbixen» den Frühling ein. 20 Minuten sprach mit Sänger Pee Wirz und Gitarrist Lukas Schaller darüber.

Im Song «Jack Bauer» outet ihr euch als Fans der Krimiserie «24». Seid ihr Junkies?

Pee Wirz: Ich habe die ganze DVD-Kollektion. «24» ist die beste Serie, die es zurzeit gibt. Sie hat ...

Lukas Schaller: ... Spannung, Tempo und keine Hänger. Wir mussten aufpassen, dass sich die CD nicht verzögerte, weil wir stets schauten.

Nach eurem letzten Album liegt die kommerzielle Messlatte hoch. Träumt ihr nachts von einer Charts-Platzierung?

Pee: Ich studiere schon viel daran herum. Ich setze grosse Hoffnungen auf «Superbixen». Ich hoffe, wir können damit wieder im Ausland auf Tour.

Lukas: Ich habe ein gutes Gefühl im Bauch. Ich finde, es ist das beste Dada-Album.

Die Single «Save My Name» hat nicht so eingeschlagen wie «She Cries for Someone Else».

Pee: Das stimmt. Aber «She Cries ...» war halt unglaublich prädestiniert fürs Radio.

Lukas: Uns ist das Album wichtiger. Und die Tournee!

«Built of Sand» ist eine Absage an die Religion. Spielt Glauben für euch keine Rolle?

Pee: Den Text hat unser

Gitarrist Luc geschrieben. Ich selbst bin christlich aufgewachsen, für mich ist der kirchliche Verbund wichtig.

Lukas: Ich finde die Kirche total veraltet, sie lebt zu wenig. Ich bin eher Esoteriker.

Ihr habt insgesamt 46 Songs geschrieben. Gab es bei der definitiven Auswahl für das Album Machtkämpfe?

Pee: Wir sind fünf verschiedene Charaktere. Da ist es manchmal schwierig, die kreative Energie richtig zu bündeln.

Lukas: Aber unsere innere Zerrissenheit treibt uns auch an. So sehr wir uns streiten, lieben wir uns auch.

Claudia Schlup

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