«Mortal Instruments»: Dämonen, Vampire - und hoffentlich viel Cash
Aktualisiert

«Mortal Instruments»Dämonen, Vampire - und hoffentlich viel Cash

Mit «The Mortal Instruments» will wieder eine Fantasy-Filmreihe für junge Erwachsene an den Erfolg der «Twilight»-Saga anknüpfen. Die Übung könnte in diesem Fall gelingen.

von
Catharina Steiner

Hollywood kennt kein Patentrezept, so scheint es, wenn es um die Etablierung von Filmreihen für Teenager geht. Millarden von Dollar heimsten die Studios mit den «Harry Potter»-Filmen und der «Twilight»-Serie ein. Doch längst nicht jedes Buch lässt sich auf der Kinoleinwand eins zu eins in bare Münze umwandeln.

Während «Hunger Games» letztes Frühjahr zum Triumph geriet und Lionsgate das drittbeste Startwochenende aller Zeiten bescherte, ging die Teenie-Hoffnung «I Am Number Four» 2011 gnadenlos baden. Die Hoffnung, aus dem Streifen eine neue Cashcow zu machen, scheiterte kläglich. Und auch Autorin Stephenie Meyers «Twilight»-Nachfolger «The Host» kam nicht einmal annähernd an den Erfolg der Vampirfilme heran.

Harry Potter, aber sexy

Nun will sich auch die Fantasy-verfilmung «The Mortal Instruments» eine Scheibe vom lukrativen Kuchen abschneiden - und hat gute Chancen auf Erfolg. Der Film erzählt die Geschichte der 17-jährigen Clary (Lily Collins), die entdeckt, dass sie einer viele Generationen alten Gruppe von Schattenjägern angehört. Einem Geheimbund von Halbengel-Kriegern, die dafür kämpfen, die Welt vor Dämonen zu bewahren.

Nach dem rätselhaften Verschwinden ihrer Mutter schliesst sich das Mädchen einer Gruppe von Schattenjägern an, die ihr das andere, parallele New York zeigen - voll von Dämonen, Zauberern, Werwölfen, Vampiren und anderen tödlichen Kreaturen. Daneben muss sich der Teenager auch für einen Mann entscheiden: Den soliden besten Freund oder den sexy, unnahbaren Krieger.

Auch wenn es wie eine Fortsetzung klingt: «The Mortal Instruments» ist kein müder «Twilight»-Abklatsch. Der Film hat mehr mit «Harry Potter» gemein. Wenn Clary ihre Superkräfte entdeckt und schliesslich entfesselt, erinnert das an den jungen Zauberlehrling, als er erstmals nach Hogwarts kommt.

Doch im Unterschied zum elfjährigen Harry ist Clary fast volljährig, und entsprechend düster und sexy entwickelt sich die Handlung. Clary muss mehr Lektionen lernen als diejenige, das Liebe allein nicht genügt. Sie muss lernen, ihre Instinkte zu kontrollieren, zu töten und ihrem alten, unbeschwerten Leben adieu zu sagen.

Am Wochenende startet der Streifen in den USA - am 29. August kommt der Film in die heimischen Kinos. Wir haben die wichtigsten Eckdaten zum Fantasyspektakel zusammengetragen:

Das Buch: 2007 stellte die US-Autorin Cassandra Clare die Figur der Schattenjägerin Clary in «Mortal Instruments – City of Bones» vor. Das Buch landete auf Anhieb auf den Bestsellerlisten. Seitdem folgten fünf weitere Romane aus der Saga.

Die Darsteller: Mit ihren langen, rotbraunen Haaren und der blassen Haut drängen sich Vergleiche mit Kristen Stewart auf. Lily Collins (24, Phil Collins' Tochter) hat die Nase vorn – sie ist nicht bloss das beschützenswerte Opfer, sondern teilt ordentlich aus. Nicht schön, aber charismatisch ist ihr Love-Interest Jace, gespielt vom britischen Newcomer Jamie Campbell Bower (24).

Die Liebe: Natürlich darf auch hier die bewährte Formel «Ein Mädchen + zwei Jungs = Drama» nicht fehlen. Clary muss sich zwischen ihrem besten Freund Simon und dem geheimnisvollen Schattenjäger Jace entscheiden. Letzterer scheint die besseren Karten zu haben - doch bei der Sache gibt es einen Haken.

Ausstattung: Die Schattenjäger kleiden sich bevorzugt in Schwarz. Coole Lederjacken, Overknees, schwarze Spitze, Tattoos – «Mortal Instruments» macht den glamourösen Gruftie-Look wieder salonfähig. Die Kostüme von Clary und Co. sind mindestens so cool wie die des «Girl with the Dragon Tattoo» aus der Stieg-Larsson-Verfilmung.

Spezialeffekte: Das parallele, düstere New York der Schattenwelt, das inmitten der realen Wolkenkratzer Manhattans nur für Dämonen und Halbengel sichtbar ist, ist grosses Kino. Die Dämonen, die sich in Sekundenschnelle von Lebewesen zu Monstern verwandeln, setzen zwar keine neuen Massstäbe, lassen den Puls aber dennoch hochschnellen.

«The Mortal Instruments: City of Bones» läuft ab 29. August im Kino.

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