Aktualisiert 06.06.2005 18:12

«Constantine»

Dämonische Geschichte mit viel Action

HORROR – Eines gleich vorweg: Bei «Constantine» handelt es sich um eine weitere Comic-Verfilmung («Hellblazer»), will heissen: Die Story ist bisweilen
ziemlich konfus, dafür umso actiongeladener.

Titelgebender Held des Films ist John Constantine. Seit er ein Kind ist, sieht er Dinge, die eigentlich nicht

für die Augen der Menschheit bestimmt sind: Dämonen, Engel und allerlei Gekrieche nichtirdischen Ursprungs. Als Teenager wird ihm irgendwann alles zu viel und er versucht sich umzubringen. Und was passiert mit Selbstmördern? Richtig, sie wandern in die Hölle.

Doch nach zwei Minuten im Reiche Satans wird John von den Ärzten wiederbelebt und kehrt auf die Erde zurück. Um nicht wieder in die Hölle zu müssen, versucht er sich mit Gott zu versöhnen. Seine Strategie: möglichst viele Dämonen um die Ecke zu bringen. Dies tut John

auf nonchalante Art und Weise, hat er doch die ultimativen Waffen zur Hand: Weihwasser und einen Flammenwerfer im Design eines Jesuskreuzes.

Wer also bereit ist, über eine infantile Lektion in pseudo-katholischer Errettungslehre hinwegzusehen, kann sich auf ein eindrückliches Action-Spektakel gefasst machen. Und alle, die an einem vertieften Einblick in den Ort der ewigen Verdammnis interessiert sind, werden auf der Extra-DVD fündig: Die Doku «Produktion aus der Hölle» zeigt, wie das flammende Inferno auf der Leinwand inszeniert wurde.

Philippe Zweifel

«Constantine» mit Keanu

Reeves, Rachel Weisz, Regie: Francis Lawrence. Warner.

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