Dänischer Nazi-Radiosender darf ohne Staatsgelder weiter senden

Aktualisiert

Dänischer Nazi-Radiosender darf ohne Staatsgelder weiter senden

Der dänische Nazi-Sender Radio Oasen darf auch nach dem Entzug aller Staatszuschüsse weiter senden.

Es gebe keine aktuellen Initiativen zum Entzug der Sendegenehmigung, teilte der zuständige Lizenzausschuss im Kultusministerium am Montag mit.

Da die Partei DNSB (Dänemarks Nationalsozialistische Bewegung) als Betreiber legal sei, gebe es grundsätzlich keinen Grund, die Sendegenehmigung in Frage zu stellen.

Der Ausschuss hatte dem Sender Ende letzter Woche die seit 1998 pro Jahr gewährten Zuschüsse über 78 000 Kronen (16 345 Franken) mit der Begründung gestrichen, er verfüge nicht über die gesetzlich vorgeschriebene «lokale Verankerung».

Radio Oasen ist lediglich im Kopenhagener Vorort Greve zu hören. Dem Sender wurde die Sendelizenz 2002 für drei Monate wegen antisemitischer und anderer rassistischer Hetze entzogen.

Der Sender spielt in seinem Musikprogramm unter anderem die als «Horst-Wessel-Lied» bekannte Nazihymne. Die DNSB reagierte auf den Entzug der staatlichen Subventionen mit der Ankündigung, ohne Einschränkungen wie bisher Programme zu senden.

(sda)

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