Strassenexperiment: Damian Lynn blitzt bei Passanten reihenweise ab
Aktualisiert

StrassenexperimentDamian Lynn blitzt bei Passanten reihenweise ab

Damian Lynn hat mit seinem Song «Wait» die Millionmarke auf Spotify geknackt. Er wollte ihn Fussgängern auf den Luzerner Strassen vorspielen – und bekam einen Korb nach dem anderen.

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mim

Damian Lynn wollte seinen neuen Song «Wait» fremden Menschen auf der Strasse vorspielen – und blitzte reihenweise ab. <i>(Video: Damian Lynn)</i>

Im Mai veröffentlichte der Luzerner Musiker Damian Lynn (28) seinen neuen Song «Wait» – wenig später wurde das Lied auf Spotify schon über eine Million Mal gestreamt. Für ein Videoprojekt wollte er nun den Song Passanten in Luzern vorspielen – scheiterte zunächst aber kläglich (siehst du im Video oben!).

Im Interview erklärt der Hitsänger, woran das liegen könnte – und in welchem Land er noch besser ankommt als in der Schweiz.

Damian, wie kamst du auf die Idee, fremde Leute zu fragen, ob sie Bock haben, dir zuzuhören?

Im Song «Wait» flehe ich eine Person an, zu warten. Da dachte ich mir: Es wäre cool, das in der Realität umzusetzen. Deswegen ging ich auf die Strasse und fragte Passanten, ob sie sich die Zeit nehmen wollten, sich meinen Song anzuhören.

Und, wie liefs?

Am Anfang reagierten viele Leute sehr gestresst, wenn ich sie ansprach. Zudem war auch noch ein Kameramann dabei, der gefilmt hat – das hat wohl viele abgeschreckt.

Wie haben sie genau reagiert?

Praktisch niemand wollte sich etwas vorspielen lassen.

Wie war das für dich?

Wir fragten uns da schon für einen kurzen Moment: «Sollen wir überhaupt weitermachen?» Doch wir hielten am Plan fest und gingen in die Altstadt von Luzern – dort blieben plötzlich viel mehr Leute stehen.

Was bleibt vom Dreh besonders in Erinnerung?

Als ich mit einem Strassenmusiker gejammt habe, war das sehr cool – er wollte mich gar nicht mehr gehen lassen. (lacht)

Haben dich bei der Aktion viele Leute erkannt?

In der Schweiz werde ich noch nicht oft erkannt. Die, die während des Drehs aber begriffen haben, wer ich bin, fanden es sehr cool.

«Viele kennen meine Songs, aber mich nicht»

Damian Lynn wollte seinen neuen Song «Wait» Passanten auf den Luzerner Strassen vorspielen &ndash; und blitzte erst reihenweise ab. Schlussendlich hat es doch noch geklappt.
(Video: Damian Lynn)

Letztlich gabs für den Luzerner Musiker doch noch ein Happy End: Hier ist Teil zwei seines Strassenexperiments.

Wieso hast du eigentlich einen Song übers Warten geschrieben?

Gerade wir Schweizer sind bekannt dafür, dass wir oft gestresst sind. Uns würde es guttun, im Alltag öfter einfach mal anzuhalten und – eben – zu warten.

Und was sind deine nächsten Pläne?

Ich bin gerade aus den Ferien in Schweden zurückgekehrt. Die nächsten paar Tage bin ich zu Hause. Dann folgen noch einige Festivalauftritte. Momentan bin ich auch fleissig eine neue Single am Produzieren.

«Wait» ist bereits ein Hit – er wurde schon über eine Million Mal auf Spotify gestreamt.

Andere Songs von mir haben das auch schon geschafft, deswegen lasse ich noch nicht die Korken knallen. Aber natürlich ist es schön, wenn da eine siebenstellige Zahl steht. Vor allem in Deutschland wurde er viel gestreamt.

Wieso gerade in Deutschland?

Ich weiss es nicht genau – in Deutschland bin ich momentan einfach präsenter als in der Schweiz.

Wirst du dort also öfter erkannt als in der Heimat?

Deutschland ist ein riesiges Land und nicht jeder erkennt mich. Trotzdem passierten mir dort schon spezielle Dinge: Einige Konzerte waren ausverkauft – in Köln habe ich aus dem Backstage-Bereich die Leute bis auf die Strasse anstehen sehen.

Woran könnte das liegen?

Mein Name und meine Musik klingen wohl nicht sehr schweizerisch, das verwirrt einige. Meine Songs kennen zwar viele Leute, aber sie denken nicht, dass sie von einem Luzerner kommen, der unter Umständen am Wochenende ein Konzert um die Ecke gibt.

Hat es da schon Überraschungsmomente gegeben?

Ja! Wenn die Leute checken, dass gewisse Lieder tatsächlich von mir sind, reagieren sie mit Aussagen wie «Du verarschst mich doch» (lacht). In nächster Zeit wird sich das hoffentlich noch ändern.

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