Damit aus Töfflibuben keine Jungraser werden

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Damit aus Töfflibuben keine Jungraser werden

Rasen im Verkehr ist typisch Mann. Adrenalinkick, Hahnenkampf, Demonstration von Kraft und Leistung mittels Pferdestärken: Das sind vor allem männliche Verhaltensweisen, wie sich anhand der Bussen- und Unfallstatistik belegen lässt.

Damit aus «Töfflibuben» keine Jungraser werden, sollen Schulklassen mit einem Wettbewerb für dieses Risikoverhalten sensibilisiert werden - bevor die Jungen den Fahrausweis haben.

Die Präventionskampagne «Speed - Ist Rasen männlich?» will den Jugendlichen - vor allem den männlichen - die dem Rasen zugrunde liegenden Muster bewusst machen. Das Netzwerk startet die Kampagne mit Unterstützung des Fonds für Verkehrssicherheit (FVS).

Eine Neigung zum Rasen lasse sich bereits in der Oberstufe feststellen, hiess es weiter. Die Raser fänden sich vor allem in Sozialgruppen mit herkömmlichen Männlichkeitsbildern. Oft kompensierten sie Misserfolge oder Verletzungen mit erhöhtem Risikoverhalten.

Während bisherige Kampagnen die aktuellen Raser angepeilt hätten, richte sich die neueste an die zukünftigen Schnellfahrer, die jetzt zur Schule gingen.

Die Raserprävention noch vor dem Fahrausweis soll jugendgerecht daherkommen. Die Initianten suchen nach einem Pilotprojekt an drei Oberstufenklassen in Basel, Bern und Zürich weitere 100 Klassen aus der Oberstufe. Sie sollen mit Video-Szenen, Posters und Raps Alternativen zum Risikoverhalten Rasen aufzeigen. Das Geschlecht soll dabei bewusst einbezogen werden.

(sda)

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