Neues Projekt: Dampf ablassen bei Tausendsassa McAfee

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Neues ProjektDampf ablassen bei Tausendsassa McAfee

Der Millionär John McAfee hat ein offenes Ohr für die Probleme der Welt: Auf seiner neuen Website sollen Internetuser ihrem Ärger Luft machen können - und guten Rat erhalten.

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tob

Der exzentrische Millionär und Tausendsassa John McAfee hat ein neues Projekt am Start: Auf der Website The Brown List sollen sich Internetnutzer über jegliche Probleme beschweren können. Egal ob Probleme mit Behörden, korrupten Politikern, schlechtem Essen oder Ärger über eine grosse Firma und deren Dienstleistungen - die Nutzer von The Brown List sollen ihren ganzen Frust abladen können. So lautet denn auch das Motto der Site «It's payback time» (Es ist Zeit für Vergeltung).

Wurde eine Beschwerde - mit entsprechendem Beweismaterial wie Videos oder Fotos - eingetragen, haben die beschuldigten Parteien 24 Stunden Zeit zu reagieren, besagt die Beschreibung des Projekts. Danach wird die Beschwerde öffentlich gemacht. Fortan können andere Nutzer dem Betroffenen Vorschläge und Tipps geben, wie er mit der Situation umgehen kann.

Die Idee: Reden statt schiessen

«Das Ziel ist ein positiver Umgang mit der Wut», sagt John McAfee in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Anstatt sich zu ärgern, auf der Autobahn auf jemand zu schiessen oder seine Frau anzuschreien, könne man sich nun einfach auf der Website anmelden - so McAfees Idee.

Vorgestellt hat der Millionär sein neues Projekt an der Hacker-Konferenz Defcon in Las Vegas. Laut dem Bericht von Reuters hat ein privater Investor, der nicht genannt werden will, rund 450'000 Dollar in das Projekt eingeschossen.

Auf der Flucht

Der britisch-amerikanische Unternehmer gründete 1987 die Firma McAfee, die die gleichnamige Antiviren-Software vertrieb. Seit mehr als 15 Jahren hat er aber nichts mehr mit der Unternehmung zu tun. Nach seinem Ausstieg arbeitete er unter anderem als Yogalehrer, verfasste mehrere Bücher und wanderte 2008 nach Belize aus, um dort an der Entwicklung von Antibiotika zu forschen. Vier Jahre später flüchtete er zurück in die USA, nachdem sein Nachbar erschossen worden war. McAfee bestreitet jegliche Beteiligung an der Tat.

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