Justice - «†»: Dampfhammer-Disco im Zeichen des Kreuzes
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Justice - «†»Dampfhammer-Disco im Zeichen des Kreuzes

MTV Award abgeräumt, check. Kanye West ans Bein gepinkelt, check. Remixes für Franz Ferdinand, Soul Wax oder Britney Spears abgeliefert – längst erledigt.

All das haben Justice mit läppischen drei Singleveröffentlichungen erreicht. Nun liefern die Pariser Krawallbrüder aus dem Ed-Banger-Stall ein ganzes Album voller Tracks für die Dampfhammer-Disco nach. Dort geht es für gewohnte Club-Verhältnisse verdammt dreckig zu und her – und die feiernde Meute hat dabei die Zeit ihres Lebens.

Wie bei ihren DJ-Sets, in denen sie Rage Against the Machine auf Lionel Richie krachen lassen, spielen Justice auch auf «†» einfach mal drauflos und verursachen damit Hysterie auf dem Dancefloor. Ob French House, bouncende Elektrobeats oder obskure 80s-Synth-Orgien – solange es ordentlich kickt, finden Justice für jeden Sound ein Plätzchen, an dem er seine Aufgabe mit maximaler Effizienz erfüllt.

Mit dieser ungeheuren Spielwut schieben sie das Dance-Ding in eine Richtung, die vielleicht nicht jedermanns Sache ist, von der aber niemand behaupten kann, dass sie keinen Spass macht. Und nur darum geht es im Club ja letztendlich.

Thomas Nagy

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