Danaher will Leica-Angebot vorerst nicht erhöhen
Aktualisiert

Danaher will Leica-Angebot vorerst nicht erhöhen

Der US-Konzern Danaher Corporation bleibt vorerst bei seinem Übernahmeangebot von 500 Franken pro Leica-Geosystems-Aktie.

Danaher kommentierte aber am Dienstag das von Hexagon deutlich aufgebesserte Angebot ausführlich und warnte die Leica-Aktionäre, sich nicht blenden zu lassen.

Danaher sieht in der Aktien-Komponente des Angebots der Schweden ein beträchtliches Risiko. Die 440 Franken plus fünf Hexagon-B-Aktien im Wert von rund 133 Franken gäben den eigentlichen Wert des Angebots nicht wieder, da der Kursverlauf der Hexagon-Aktie unvorsehbar sei. Ein Grund dafür sei die relative Illiquidität der Hexagon-Aktie. Zudem biete die B-Aktie zwar eine wirtschaftliche Partizipation am Unternehmenserfolg, aber einen unterproportionalen Anteil an Stimmrechten.

Danaher Corporation äusserte zudem Zweifel am Entwicklungspotential einer vereinten Vermessungstechnikfirma Hexagon/Leica Geosystems. Die Prognosen von Hexagon-Chef Ola Rollen seien offenbar nicht unabhängig geprüft worden. Ausserdem werde Hexagon nach der Übernahme so hoch verschuldet sein, dass sich das Risikoprofil im Vergleich zur Konkurrenz verschlechtere.

Hexagon hatte am (gestrigen) Montag sein erstes Übernahmeangebot für Leica Geosystems um rund 31 Prozent aufgebessert. Es ist auch über 14 Prozent besser als jenes von Danaher und entspricht einem Gegenwert von über 1,4 Milliarden Franken. Der Verwaltungsrat von Leica Geosystems will sich in den kommenden Tagen dazu äussern.

(dapd)

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