Daniel S.: Keine Probleme im Job
Aktualisiert

Daniel S.: Keine Probleme im Job

Nach der grausamen Bluttat des Familienvaters Daniel S. bleibt das Tatmotiv nach wie vor im Dunkeln: Reibereien am Arbeitsplatz habe es mit dem Täter keine gegeben.

Über «Probleme mit der beruflichen Situation» hatte Daniel S. in seinem Abschiedsbrief geklagt. Doch davon ist seinem Chef Christian Frei nichts bekannt: «Wir fühlen uns wie gegen eine Wand gestossen», sagt Frei. Es habe keine Anzeichen für die Tat gegeben – erst recht keine Kündigungsandrohung: «Daniel wurde von den Mitarbeitern und Kunden sehr geschätzt.» So rätseln Fachleute nach wie vor über das Motiv des Täters.

Auch in Islisberg sitzt der Schock noch tief. Zwei Rosen an der Pforte des Einfamilienhauses gemahnen an die Tragödie. «Liebä David, ich wünsch dir und dim Mami und dä Alexandra vil Glück im Himel», steht etwa mit Kinderschrift auf einem blauen Ballon.

«Ganz Islisberg wurde überrollt – fast jeder kannte die Familie persönlich», sagt Gemeinderätin Alexandra Abbt. Von einem Disput mit den Töfflibuben habe sie nie etwas gehört.

Anders tönt es bei Landwirt Walter Stutz. Auch er ärgerte sich schon öfters über das lärmige Geknatter der Töfflis der Teenager: «Die Jugendlichen rattern fast täglich mit ihren frisierten Mofas durchs Quartier.» Und über die Familie S. sagt er: «Es waren so nette Menschen.»

Romina Lenzlinger

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