27.03.2020 12:50

Corona-Welle trifft alle

«Dank Corona kann ich die Fitnesssucht überwinden»

Job, Beziehung – und auch die Sucht: Das Coronavirus durchdringt alle Lebensbereiche. Leser erzählen, wie sich ihr Alltag verändert hat.

von
zoa, jas
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«Meine Freundin Adrienne und ich führen eine Fernbeziehung. Sie lebt derzeit in Berlin. Eigentlich wollte sie im Juni zu mir nach Zürich ziehen. Ob das nun klappt, wissen wir nicht. Zurzeit kommunizieren wir über Whatsapp. Falls es irgendwie geht, werde ich sie über Ostern in Berlin besuchen», sagt Sven (37).

«Meine Freundin Adrienne und ich führen eine Fernbeziehung. Sie lebt derzeit in Berlin. Eigentlich wollte sie im Juni zu mir nach Zürich ziehen. Ob das nun klappt, wissen wir nicht. Zurzeit kommunizieren wir über Whatsapp. Falls es irgendwie geht, werde ich sie über Ostern in Berlin besuchen», sagt Sven (37).

Pierina (29) hat Existenzängste: «Schon mit 21 Jahren (2012) habe ich mich mit viel Leidenschaft selbstständig gemacht und einen Coiffeursalon eröffnet. Ich bin nun seit acht Jahren selbstständig. Jeden Tag, an dem ich nun nicht arbeiten kann, geht meine Existenz ein wenig mehr zugrunde.»

Pierina (29) hat Existenzängste: «Schon mit 21 Jahren (2012) habe ich mich mit viel Leidenschaft selbstständig gemacht und einen Coiffeursalon eröffnet. Ich bin nun seit acht Jahren selbstständig. Jeden Tag, an dem ich nun nicht arbeiten kann, geht meine Existenz ein wenig mehr zugrunde.»

«Ich bin starke Raucherin und mache mir grosse Sorgen. Deshalb habe ich mich nun entschieden, mit dem Rauchen aufzuhören. Ich bereite mich bereits psychisch auf den Entzug vor und besorge mir noch Medikamente. Meine Familie wird mich bei meinem Vorhaben unterstützen», erzählt Monika (60).

«Ich bin starke Raucherin und mache mir grosse Sorgen. Deshalb habe ich mich nun entschieden, mit dem Rauchen aufzuhören. Ich bereite mich bereits psychisch auf den Entzug vor und besorge mir noch Medikamente. Meine Familie wird mich bei meinem Vorhaben unterstützen», erzählt Monika (60).

«Das Coronavirus verändert alles. Die Fernsehbilder von erkrankten Menschen, die nach Luft ringen, gehen mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich bin starke Raucherin und mache mir grosse Sorgen. Deshalb habe ich mich nun entschieden, mit dem Rauchen aufzuhören. Ich bereite mich bereits psychisch auf den Entzug vor und besorge mir noch Medikamente. Meine Familie wird mich bei meinem Vorhaben unterstützen.»

«Meine Freundin Adrienne und ich führen eine Fernbeziehung. Sie lebt derzeit in Berlin. Eigentlich wollte sie im Juni zu mir nach Zürich ziehen. Ob das nun klappt, wissen wir nicht. Zurzeit kommunizieren wir über Whatsapp. Falls es irgendwie geht, werde ich sie über Ostern in Berlin besuchen.»

«Vor einer Woche habe ich unser Baby geboren. Natürlich kann ich die Einschränkungen nachvollziehen. Aber es ist trotzdem Horror für mich, dass der Kindsvater uns nicht im Spital besuchen darf. Noch schlimmer finde ich, dass ich den Kleinen nicht einmal meinen Eltern in die Arme geben darf. Das macht mich traurig.»

«Von Ende März bis Ende Oktober leben wir in unserem Wohnwagen auf einem Campingplatz in Bern. Leider hat die Leitung beschlossen, diesen nicht zu öffnen. Wir benötigen jedoch nur Wasser und einen Zugang, um die Toilette des Campers zu leeren.

Da wir nicht auf den Campingplatz gehen können, wohnen wir jetzt zu viert in einer 53 m2 kleinen Wohnung. Ich mache Homeoffice, die anderen müssen zur Arbeit. Zwei davon sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Im Wohnwagen hätten wir zu zweit das Social Distancing gut einhalten können.»

Bademeisterwohnung eines Hallen- und Freibades in Rheinau im Kanton Zürich. Anstatt mit 150 Gästen teilen wir diese riesige Anlage jetzt mit niemandem. Die Stille ist gespenstisch, das Schwimmbecken ist nun leer und trostlos. Mein Arbeitsalltag beschränkt sich nur noch aufs Putzen.

«Seit das Coronavirus im Umlauf ist, ist alles öde. Ich lebe allein und muss nun zu Hause bleiben. Ich leide an Depressionen und habe daher sehr mit meiner Psyche zu kämpfen. Die jetzige Situation macht alles nur noch schlimmer. Nichts ist mehr wie vorher. Ich bin traurig. Ich hoffe, dass sich alle an die Regeln halten, damit sich die Lage bald normalisiert.»

«Ich bin selbstständige Kosmetikerin und habe ein eigenes Geschäft. Dieses musste ich leider am 16. März schliessen. Seither habe ich kein Einkommen mehr. Unter anderem betreibe ich ein Fusspflegestudio. Einige meiner Kunden benötigen eigentlich gerade eine medizinische Behandlung. Obwohl ich der Meinung bin, dass ich die Behandlung mit allen Schutzmassnahmen durchführen könnte, darf ich dies nicht. Geldreserven habe ich kaum mehr. Ich habe Angst um meine Zukunft und fühle mich im Stich gelassen.»

«Da mein Freund zur Risikogruppe gehört, habe ich mich dazu entschieden, aus der gemeinsamen Wohnung auszuziehen. Momentan wohne ich nun wieder bei meinen Eltern. Es belastet mich sehr, dass ich meinen Freund und unsere gemeinsame Katze für unbestimmte Zeit verlassen musste. Seit Wochen hielten wir uns auf Abstand, berührten uns nicht mehr und wuschen uns mehrmals täglich die Hände. Doch leider reichte das nicht aus, da ich täglich ins Büro fahren muss. Mit meinem Freund kommuniziere ich nur noch über Videokonferenz oder Whatsapp. Es ist sehr belastend. Aber ich bin mir sicher, wenn wir das überstanden haben, kann uns nichts mehr aus der Fassung bringen. Ich freue mich jetzt schon auf den Tag, an dem mein Freund und ich uns endlich wieder in die Arme nehmen können. Das wird der glücklichste Tag meines Lebens.»

«Nachdem unser Heimflug gestrichen wurde, hat die Regierung von Panama entschieden, die Flughäfen komplett zu schliessen. Somit konnten wir auch keinen Edelweiss-Flug der Rückholaktion nutzen. Nun sitzen wir hier in einem Hostel in Panama City fest. Obwohl die Corona-Krise in Panama viel weniger schlimm ist als in der Schweiz, hoffen wir, bald wieder nach Hause reisen zu können. Denn wir wissen nicht, wie sich die Lage hier in den nächsten Tagen entwickeln wird.»

«Ich bin seit langem fitnesssüchtig. Vor einigen Monaten habe ich noch darüber Witze gemacht, dass ich meine Sucht wohl erst besiegen kann, wenn eines Tages alle Fitnessstudios schliessen. Nie hätte ich gedacht, dass so etwas passieren würde. Die erste Woche, in der alle Fitnessstudios geschlossen waren, war sehr schlimm. Nun sehe ich es aber als Chance, meine Sucht endlich überwinden zu können. Es wird noch eine harte Zeit auf mich zukommen. Für die kommende Zeit habe ich mir einen Hometrainer bestellt.»

«In vier Wochen sollte ich eine neue Herzklappe erhalten. Nun hat aber das Coronavirus mein Leben fest im Griff. Ich arbeite nur noch von zu Hause aus und verlasse das Haus nur noch selten. Meine Freundin und meine Ex-Frau schützen mich rund um die Uhr. Da ich getrennt lebe, sehe ich meine drei Söhne zurzeit nicht mehr, wir telefonieren aber regelmässig oder schreiben uns. Ich verstehe all die Leute nicht, die sich nicht an die Spielregeln halten, um die älteren und schwächeren Menschen zu schützen. Ich möchte wenigstens noch die Chance erhalten, die Operation anzupacken. Ich möchte aber nicht einem Corona-Patienten einen Intensivpflegeplatz wegnehmen. Mir macht die ganze Situation extrem zu schaffen. Nun mache ich alles, was in meiner Macht steht, um mich und mein Umfeld zu schützen.»

«Mein Verlobter lebt zurzeit in Brasilien und bereits seit Monaten warten wir auf die Zustimmung des Migrationsamtes betreffend seines Visums. Sobald er in der Schweiz ist, möchten wir heiraten. Nun hätten wir den Zuspruch erhalten, doch jetzt hat der Bundesrat entschieden, dass bis am 15. Juni keine Visa mehr ausgestellt werden dürfen. Wegen des Coronavirus wird sich unsere Fernbeziehung auf unbestimmte Zeit verlängern. Wir haben keine Ahnung, wann wir uns wiedersehen können.»

«Wegen des Coronavirus darf ich nicht mehr in die Schule und auch nicht mehr zur Arbeit gehen. Ich mache eine KV-Lehre und muss jetzt im Homeoffice arbeiten. Es ist aber wirklich viel schöner, unter Menschen zu sein. Ich musste nun meine lang ersparten Ferien im April absagen. Ob ich das Geld zurückbekommen werde, ist fraglich. Wenn wieder Normalität einkehrt, werde ich viel mehr schätzen, was ich täglich ohne Probleme tun konnte.»

«Schon mit 21 Jahren (2012) habe ich mich mit viel Leidenschaft selbstständig gemacht und einen Coiffeursalon eröffnet. Ich bin nun seit acht Jahren selbstständig. Ich bin eine sehr pflichtbewusste Person und habe mir jeden Tag unendlich viel Mühe gegeben, um meinen Kunden die beste Dienstleistung bieten zu können. Jeden Tag, an dem ich nun nicht arbeiten kann, geht meine Existenz ein wenig mehr zugrunde.»

«Seit November 2019 habe ich Lymphknotenkrebs. Vor einer Woche konnte ich die Chemotherapie beenden. Da ich zur Risikogruppe gehöre, lebe ich zu Hause unter Quarantäne. Mein Lebenspartner musste wegen mir Homeoffice beantragen, um mich zu schützen. Ich bestelle unser Essen online, sodass mein Freund nicht einkaufen muss und das Virus nicht einschleppt. Ich muss jede Woche zur Kontrolle ins Spital. Damit ich mit so wenig Menschen wie möglich in Kontakt komme, fahre ich mit dem Auto und schütze mich mit Handschuhen und Gesichtsmaske. Mich macht es traurig, dass viele Leute so egoistisch sind und den Ernst der Lage nicht erkennen. Würde ich mit Corona infiziert, würde ich umgehend sterben. Ich hoffe, dass alle zu Hause bleiben. Es kann doch nicht so schwierig sein. Wer hat nicht mindestens einmal die Schule geschwänzt oder bei der Arbeit blaugemacht, um zu Hause bleiben zu können. Nun dürfen wir es.»

«Ich habe eine zweijährige Weiterbildung zum Fachmann Finanz- und Rechnungswesen besucht und hätte nächste Woche die eidgenössische Prüfung gehabt. Als die ersten Massnahmen eingeführt wurden, dachte ich mir schon, dass sie verschoben werden könnte, da an der Prüfung knapp 1000 Personen teilnehmen. Als dann von der Prüfungsträgerschaft die Nachricht kam, dass die Prüfung wahrscheinlich auf Mitte August verschoben wird, war der Schock gross, denn die Schule ist bereits abgeschlossen, wochenlang habe ich für die Examen gelernt und muss nun versuchen, neben meinem Vollzeitjob all den Stoff zu behalten, damit die Prüfung im Sommer erfolgreich abläuft. Bis heute haben wir noch keinen bestätigten Termin. Für mich bedeutet es einen Mehraufwand, da ich weiterhin regelmässig lernen muss.»

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