Mehr Geld dank Home Office? - Dank Corona sparen wir Make-up im Wert von 447 Franken
Erinnerst du dich? Vor Corona gehörte Lippenstift für viele fest zur morgendlichen Make-up-Routine. 

Erinnerst du dich? Vor Corona gehörte Lippenstift für viele fest zur morgendlichen Make-up-Routine.

Pexels/Sam Lion
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Mehr Geld dank Home Office?Dank Corona sparen wir Make-up im Wert von 447 Franken

Weil viele sich im Home Office kaum schminken, wird weniger Make-up verkauft. Warum sich das trotzdem nicht auf dem Konto bemerkbar macht.

von
Malin Mueller

Im vergangenen Jahr ist Home Office für viele von uns zum Alltag geworden. Klar, das Team fehlt. Über den Verzicht auf unbequeme Jeans (und allenfalls auch mal den BH) wollen wir uns allerdings nicht beschweren. Und auch was unsere morgendliche Beauty-Routine angeht, kommt uns der eine oder andere Step weniger gar nicht mal so ungelegen. Unsere Haut kann wieder atmen – und wir ein paar Franken auf die Seite legen, die wir sonst für Foundation, Mascara und Blush ausgeben. Oder?

Make-up-Verkäufe sinken

Dass da etwas dran ist, zeigen folgende Zahlen: Lippenstift-Verkäufe sanken von Januar bis Juli 2020 um 41 Prozent. Marktführer L’Oreal musste dabei 18 Prozent zurückstecken, Beiersdorf busste 24 Prozent ein. Estée Lauder verzeichnete laut «Tagesanzeiger» einen Gewinneinbruch von 60 Prozent.

Und jetzt die Preisfrage: Wie viel hat sich da seit März für uns zusammengetan? Mit den durchschnittlichen Preisen sowie der durchschnittlichen Lebensdauer für Kosmetikprodukte in der Schweiz hat die Vera Klinik das mal nachgerechnet.

Make-up wird schnell mal zur teuren Leidenschaft.

Make-up wird schnell mal zur teuren Leidenschaft.

Pexels/cottonbro

Herausgekommen ist eine nette Summe: Haben wir das tägliche «Full Face of Make-up» (dazu gehören Foundation, Bronzer, Rouge, Lidschatten, Eyeliner, Mascara und Lippenstift) sowie den Parfumgebrauch im Home Office eingestellt, haben wir durchschnittlich 447 Franken gespart. Vierhundert! Selbst ohne Duft kommen wir noch auf satte 319 Franken. Dir reicht üblicherweise ein Hauch von Mascara, bevor du das Haus verlässt? Wer seit dem März auf diese verzichtet, kommt immerhin auf 84 Franken.

Warum ist das Konto trotzdem leer?

Was uns zur zweiten Frage führt: Wenn wir angeblich so viel gespart haben, wo ist das ganze Geld dann hin? Auch darauf gibt es eine Antwort. Eine, die uns zurück zu den oben angesprochenen Kosmetikfirmen führt. Denn während sich die Make-up-Abteilung zum Glück langsam erholt, legen die Zahlen von Estée Lauder auch einen Boom bei Hautpflegeprodukten offen: Um 31 Prozent konnten die Verkäufe erhöht werden.

Statt Make-up geht der Trend hin zu mehr Hautpflege.

Statt Make-up geht der Trend hin zu mehr Hautpflege.

Pexels/Sora Shimazaki 

Der Marktforscher NPD Group kommt zu ähnlichen Ergebnissen und kürt bei der Gelegenheit auch den klaren Gewinner unserer neuen Beauty-Routine: Mit ganzen 136 Prozent Verkaufszunahme in der Coronakrise sichern sich Seren den Sieg. Und sind möglicherweise auch der Grund dafür, warum unsere Haut zwar strahlt, das Portemonnaie aber weiterhin leer ist.

Skincare statt Schminke: Was denkst du über den Umschwung in Sachen Make-up? Diskutiere in den Kommentaren mit!

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