Olympia-Momente: Dank dieser Showeinlage holte Frieden Gold
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Olympia-MomenteDank dieser Showeinlage holte Frieden Gold

Aus Schweizer Sicht bleibt unvergessen, wie 2006 die in Führung liegende Lindsey Jacobellis nach einer unnötigen Showeinlage stürzte. So kam Tanja Frieden zu Olympia-Gold.

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Zum ersten Mal ist Snowboard-Cross in Turin 2006 olympisch: Im Final fährt die Amerikanerin Lindsey Jacobellis ihren drei Konkurrentinnen um die Goldmedaille auf und davon und fliegt beim zweitletzten Sprung dem «sicheren» Olympiasieg entgegen. Wegen des grossen Vorsprungs lässt sich die Führende aber zu einer kleinen Showeinlage hinreissen und zeigt einen «Grab». Ein fataler Entscheid.

Dabei verliert sie bei der Landung die Beherrschung über das Brett und stürzt. Die zweitplatzierte Tanja Frieden rast an der am Boden liegenden Jacobellis vorbei und holt sich die Goldmedaille. Für die Thunerin war es ohnehin ein verrücktes Rennen. Bis kurz vor Schluss fuhr Frieden an letzter Stelle, ehe sich zwei vor ihr liegende Fahrerinnen nach selbst verschuldeten Stürzen verabschiedeten und nur noch Jacobellis übrig blieb. Den Rest kennen wir ja.

Der Fluch hält an

Auch in Vancouver konnte Jacobellis ihre Rechnung mit Olympia nicht begleichen. Bis zum Halbfinal zeigte die 24-Jährige starke Runs. Doch nach einem Fahrfehler verpasste sie ein Tor und musste sich mit Platz fünf begnügen. Im Zielhang bewies sie eine grosse Portion Humor, weil sie sich wieder wie vor vier Jahren artistisch ans Brett fasste.

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