Dank eines Rucksacks – Mujinga Kambundji hat ihren Schlaf verbessert
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Luftqualität gemessenDank eines Rucksacks – Sprinterin Kambundji hat ihren Schlaf verbessert

Die 28-Jährige hat die Luftqualität in ihrem Alltag und im Training messen lassen. So bekam die Stadtbernerin wertvolle Informationen – unter anderem, wie sie mit ihrer Pollenallergie besser umgehen kann.

von
Adrian Hunziker
Video: Dyson

Darum gehts

  • Mujinga Kambundji befindet sich in den Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele.

  • Die Bernerin hat an einer Dyson-Studie teilgenommen, bei der die Luftqualität gemessen wurde.

  • Der 28-Jährigen halfen die Erkenntnisse speziell in Bezug auf ihre Pollenallergie.

Ernährung, Training, Erholung sind die Eckpfeiler für eine erfolgreiche Athletin. Das weiss die beste Schweizer Sprinterin Mujinga Kambundji ganz genau. Damit sie sich möglichst perfekt auf die Olympischen Sommerspiele in Tokio vorbereiten kann, nahm die 28-Jährige an einem Projekt teil: Die Bernerin trug während zwei Tagen einen Rucksack überall mit sich. Dieser enthält ganz viel Technik, die jeweils mass, wie gut die Luftqualität am jeweiligen Aufenthaltsort Kambundjis gerade war. Sie konnte so sehen, wo sie im Alltag mit schlechter Luft belastet wird, insbesondere zu Hause, während ihrer Erholungsphase.

«Die Erholung ist das A und O. Wir haben nicht extrem viel Training, Qualität steht vor Quantität. Der Schlaf und die Erholung müssen optimal sein.» Kambundji konnte dank Luftreinigern ihren Schlaf und damit ihre Erholung verbessern, was sich nachhaltig auf ihre Leistungen auswirkt. Ihr ist aber auch klar, dass nicht in jeder Situation die Luftqualität perfekt sein kann. «Es wurde mir aber bewusster, wo die Luft schlecht ist. So kann ich diese Orte meiden. Es gelingt nicht immer perfekt, das ist klar.»

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Dieser Rucksack war kürzlich der stete Begleiter der Sprinterin Mujinga Kambundji. 

Dieser Rucksack war kürzlich der stete Begleiter der Sprinterin Mujinga Kambundji.

Dyson
Die 28-Jährige nahm in überall hin mit. 

Die 28-Jährige nahm in überall hin mit.

Dyson
Auch beim Training durfte er nicht fehlen. 

Auch beim Training durfte er nicht fehlen.

Dyson

Die Luft in Bern ist gut

Ausserdem half ihr die Dyson-Studie, um zu sehen, wo es wie viel Pollen gibt. Das ist für sie als Allergikerin wichtig: «Wenn ich merke, dass es mehr Pollen hat, dann trainiere ich drinnen, damit ich mich im Frühling der Pollenbelastung nicht aussetze.» Kambundji spürt die Pollen vor allem in Hals und Nase. Aber: «Ich gehöre nicht zu denen, die gar nichts mehr machen können. Ich weiss nicht welche Pollen es genau sind, es ist aber nicht den ganzen Frühling durch.» Das Niesen sei nicht so schlimm, aber sie hat ein Kratzen im Hals, das Atmen fällt ihr schwerer und die Nase läuft.

Die Luftmessungen haben die Schweizer Rekordhalterin über 100 und 200 Meter generell überrascht. Die Stadtbernerin hatte nicht erwartet, dass die Luft in ihrer Heimatstadt so gut ist. Es gab es aber auch anders herum: «Ich habe Mitten in der Stadt einen Kaffee getrunken, es fuhren einige Autos in der Nähe herum, da war die Luft schlecht, das hat mich dann doch überrascht.»

«Clean Air Day»

Der «Clean Air Day» findet am 17. Juni 2021 statt. Es ist Grossbritanniens grösste Kampagne zum Thema Luftverschmutzung und wird begleitet von unzähligen Veranstaltungen. Ziel ist es, das öffentliche Bewusstsein und Verständnis der Luftverschmutzung und wie sie sich auf die Gesundheit auswirkt, zu verbessern. Denn die Weltgesundheitsorganisation und die britische Regierung erkennen an, dass die Luftverschmutzung eines der größten umweltbedingten Gesundheitsrisiken ist, dem wir heute ausgesetzt sind.

Alex Knox, Vice President im Bereich Environmental Care bei Dyson, sagt dazu: «Im Zusammenhang mit dem Clean Air Day haben wir unsere Forschung im Bereich Luftqualität mit Athleten erweitert. Mit den gesammelten Daten klären wir die Sportler über die Luftqualität in ihrem Alltag auf und möchten sie für dieses Thema sensibilisieren. Wir konzentrieren uns auf sinnvolle Massnahmen zur Aufklärung und Bewusstseinsbildung. Deshalb kann die Zusammenarbeit mit den Athleten uns dabei helfen.» (hua)

Und sie hat bemerkt, dass vor allem das Kochen und speziell das Grillieren für viel schlechte Luft sorgt. «Beim Kochen war es krass, wie schlecht die Luft wurde. Hier probiere ich, die Hitze zu reduzieren und den Luftreiniger zu benutzen.» Und was macht sie nun besser beim Grillieren? «Es fiel mir nie auf, wie schnell die Luft drinnen schlechter wird, sobald man nur schnell das Fenster öffnet. Seither schaue ich, dass ich Türe und Fenster jeweils gut verschliesse.» Komplett aufs Grillieren verzichten will Kambundji wegen der schlechteren Luftwerte aber keinesfalls.

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