Jan Lecjaks: Dank Satelliten-TV bestens informiert
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Jan LecjaksDank Satelliten-TV bestens informiert

Heimspiel für Jan Lecjaks: Der Tscheche gastiert am Donnerstag mit den Berner Young Boys in der Europa League bei Sparta Prag.

von
Peter Berger

Sein Stammklub ist zwar Viktoria Pilsen - aktuell Leader der tschechischen Liga einen Punkt vor Sparta Prag - aber Jan Lecjaks kennt alle Vereine bestens. «Dank Satelliten-TV verfolge ich die Spiele in der Heimat immer», sagt Lecjaks. Am Samstag hat er sich das Derby Slavia gegen Sparta Prag angeschaut. «Slavia vergab einige Chancen, Sparta gewann etwas glücklich 2:0.» Der 24-jährige Verteidiger ist sich sicher: «Sparta Prag wäre hier in den Top 4.»

Obwohl Lecjaks im Sommer 2010 nach dem Cupsieg mit Pilsen zu Anderlecht und ein Jahr später zu YB (mit einem Abstecher 2013/14 zu Valerenga Oslo) gewechselt hat, ist der Kontakt mit seinen früheren Kollegen aus Tschechiens U21-Team geblieben. «Mein bester Freund ist Marek Stech, zweiter Goalie bei Sparta. Auch mit seinen Teamkollegen Lukas Vacha, Borek Dochal, Josef Husbauer und Lukas Marecek spielte ich in der U21-Auswahl. Zudem kenne ich auch Mario Holek und Ladislav Krejci gut.»

Auch auf der Tribüne erwartet Lecjaks am Donnerstag viele Bekannte. Nachdem er schon beim 5:0 über Slovan Bratislava getroffen hat, verheimlicht der robuste Verteidiger mit Vorwärtsdrang nicht, dass ihm ein Tor in Prag viel bedeuten würde. «Das wäre unglaublich speziell.» Bisher hat er mit keinem ausländischen Team ein Pflichtspiel gegen eine tschechische Mannschaft bestritten. Lecjaks sieht beide Teams auf Augenhöhe. «Ich glaube, dass YB und Sparta den zweiten Gruppenplatz hinter Napoli unter sich ausmachen.»

Zukunft noch offen

Ende Saison läuft Lecjaks Vertrag bei YB aus. Er würde gerne bleiben, auch wenn er nicht nur gute Erlebnisse hatte. 2011 kam er mit einem gebrochenen Arm in Bern an. Der Unfall war an der U21-EM im Spiel um Platz 3 passiert. Dennoch absolvierte er danach unter Christian Gross noch 15 SL-Spiele. Nachfolger Martin Rueda setzte danach nicht auf ihn, weshalb er vergangene Saison nach Norwegen ausgeliehen wurde.

Jetzt hat er sich seit der Rückkehr auf diese Saison bei Uli Forte einen Stammplatz erkämpft. «So ist der Fussball, manchmal läuft es besser, manchmal weniger», sagt Lecjaks. Für ihn ist klar, auch wenn man ihn in Bern nicht mehr will, möchte er noch im Ausland bleiben. Deutschland nennt er als erste Wahl. «Aber im Moment mache ich mir keine Gedanken, denn es ist derzeit keine Transferzeit.» Klar ist für Lecjaks nur: «In die Heimat kehre ich erst gegen Ende der Karriere zurück.»

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