14 Jahre Sanierung – Dank zehntausenden Spendern saniert – «Spiezerli» kann endlich wieder auslaufen
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14 Jahre SanierungDank zehntausenden Spendern saniert – «Spiezerli» kann endlich wieder auslaufen

Am Freitag erlebt das DS Spiez seine zweite Jungfernfahrt. Möglich gemacht haben das unzählige Spenderinnen und Spender. Die Freude ist riesig. 

von
Lucas Orellano
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Das DS Spiez fährt bald wieder über den Thunersee.

Das DS Spiez fährt bald wieder über den Thunersee.

BLS
14 Jahre mussten die Fans des «Spiezerli» warten - am 8. April soll es nun endlich soweit sein.

14 Jahre mussten die Fans des «Spiezerli» warten - am 8. April soll es nun endlich soweit sein.

BLS
Das Schiff wurde 1901 erbaut und fuhr zwischen 1952 und 2008 mit Dieselantrieb, bevor es die BLS ausser Betrieb nahm.

Das Schiff wurde 1901 erbaut und fuhr zwischen 1952 und 2008 mit Dieselantrieb, bevor es die BLS ausser Betrieb nahm.

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Darum gehts

  • Rund sechs Millionen Franken kostete die Sanierung des DS Spiez. 

  • Der grösste Teil davon kam über Spenden zusammen. 

  • Die Dampferfreunde Thuner- und Brienzersee sind überglücklich.

14 Jahre mussten die Fans des «Spiezerli» warten - am 8. April soll es nun endlich soweit sein. Der grösste Schraubendampfer der Schweiz sticht zu seiner zweiten Jungfernfahrt in den Thunersee. Das DS Spiez, wie das Schiff eigentlich heisst, wurde 1901 erbaut und fuhr zwischen 1952 und 2008 mit Dieselantrieb, bevor es die BLS ausser Betrieb nahm.

Nun wurde es zwischen 2017 und 2021 für rund sechs Millionen Franken saniert, wie Claude Merlach, Leiter Schifffahrt bei der BLS, gegenüber 20 Minuten erzählt.

«Ich habe eine riesige Freude»

Ein Teil davon seien Gratisarbeiten von Firmen gewesen, ein Teil ein Beitrag der BLS – doch der Hauptteil des Geldes kam durch die Spendenaktion «Rettet das Spiezerli» zusammen. «Es ist eine wunderbare Sache, dass das Schiff jetzt wieder auslaufen kann, ich habe eine riesige Freude»,  sagt der  Vereinspräsident der Dampferfreunde Thuner- und Brienzersee, David-André Beeler, zu 20 Minuten.

«Wir hatten damals mehrere 10’000 Kleinspenderinnen und -spender», so Beeler weiter. «Kinder haben teilweise ihre Sparbüechli geopfert oder haben Geld gesammelt. Auch viele ältere Leute waren unter den Spendern.» Eine Million steuerte der pensionierte Zahnarzt Marc Oesterle aus Köniz bei.

Emotionen im Spiel

«Es war beeindruckend, wie viele Menschen bereit waren, etwas zu geben», sagt Beeler. «Rein vernunftmässig kann man das nicht machen. Da sind sehr viele Emotionen im Spiel. Es ist eine generationsübergreifende Faszination für alte Schiffe»

«Wir freuen uns natürlich auch riesig», sagt Merlach. «Es war ein langes und herausforderndes Projekt, ein richtiges Auf-und-Ab. Wir sind erleichtert, dass wir das ‹Spiezerli› jetzt endlich einflotten können. Es kommt damit quasi zurück in die Familie.»

«Es war von Anfang an klar, dass das ‹Spiezerli› kein Kursschiff sein kann, dafür ist es mit total 100 Plätzen viel zu klein», sagt Merlach. «Es ist gedacht für spezielle Anlässe: Hochzeiten, Geburtstagsfeste, vielleicht kleine Firmenfeiern.» Wer das Schiff für einen Anlass mieten will, muss für eine vierstündige Fahrt am Freitag oder Samstag 5225 Franken bezahlen.  Eine einstündige Fahrt unter der Woche kostet dagegen 2350 Franken.

Das ist das «Spiezerli»

Das DS Spiez wurde 1901 gebaut und verkehrte 50 Jahre lang als Dampfschiff auf dem Thunersee. 1952 wurde die eingebaute Dampfmaschine durch einen Dieselmotor ersetzt. 2008 erfolgte die Stilllegung des «Spiezerli». Die Sammelaktion «Rettet das Spiezerli» wurde im Jahr 2010 ins Leben gerufen. Man entschied sich, wieder einen Dampfantrieb einzubauen.

Zunächst sollte das Schiff im Winter 2018 wieder in Betrieb genommen werden. Die Arbeiten verzögerten sich aber. Es wird nun primär als Charterschiff vermietet. Für die Bevölkerung will die BLS öffentliche Rundfahrten anbieten.

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