Aktualisiert 09.12.2008 15:22

Christian Constantin«Dann hätten Sie das Geheimnis meines Erfolgs»

Die doch eher ungewöhnlichen Zustände beim FC Sion waren zuletzt in aller Munde. 20 Minuten Online hatte jetzt die Möglichkeit den mächtigen Sion-Boss Christian Constantin zur Rede zu stellen. Und schon auf die erste Frage gab es eine gesalzene Antwort.

Der Präsident des FC Sion traf sich mit 20 Minuten Online zum eTalk. Die Fussballfans zuhause schossen teilweise schärfer als zuletzt die Sion-Spieler auf das gegnerische Tor. Der umtriebige Alleinherrscher stand jedoch immer für einen Konter bereit. Dabei zeigte er sich teilweise gesprächig, teilweise aber auch zugeknöpft und kurz angebunden.

20 Minuten Online: Christian Constantin, Präsident, Trainer, Präsident-Trainer… wie dürfen wir Sie begrüssen?

Christian Constantin: Was für eine dumme Frage.

Wie sieht denn Ihre Zukunft als Trainer aus?

Ich werde mich als Trainer entlassen.

Und wie sieht die Zukunft von Uli Stielike aus?

Wir werden uns nächste Woche zusammensetzen und alles weitere dann diskutieren. Jedenfalls wird Uli seine Arbeit am 13. Dezember wieder aufnehmen.

Warum sagen Sie ihm nicht einfach klipp und klar, dass Sie ihn nicht mehr haben wollen?

Uli kann sich bei mir noch weiterentwickeln. Er muss der Gruppe wieder eine entsprechende Arbeitseinstellung vermitteln. Das hatte er zuletzt nicht geschafft. Grosse Spieler schaffen es oft nicht, wieder grosse Spieler zu entwickeln, weil diese meist weniger Talent haben. Nur wenige gute Spieler werden daher auch gute Trainer. Aber Uli kann diese Entwicklung bei uns schaffen.

Die Westschweizer Tagespresse berichtet davon, dass Stielike die Nationalmannschaft des Katar übernehmen wird.

Davon weiss ich nichts.

Sie wechseln Ihre Trainer unglaublich schnell. Das bringt doch der Mannschaft gar nichts.

Das sehe ich anders. Wenn die Mannschaft keine Resultate erzielen kann, muss man ihr neues Blut geben. Wenn die Arbeit schlecht gemacht wurde, muss eben eine neue Person ans Werk.

Welches war denn der schlechteste Trainer, den Sie engagiert haben?

Keiner war wirklich schlecht, aber viele haben sich einfach nicht mit dem Totomat verstanden (lacht).

Sie selber stehen auch in der Kritik. Wollen Sie auf Grund der andauernden Kritik und der ausbleibenden Resultate die Vereinsführung nicht aufgeben? Kennt Ihre Leidenschaft für den Club denn keine Limite?

Wenn ich aufgebe, findet sich der Club recht schnell in der 1. Liga wieder.

Wie sieht denn der normale Tagesablauf von Christian Constantin aus?

Das verrate ich Ihnen nicht, denn sonst hätten Sie das Geheimnis meines Erfolges. (lacht)

Was Christian Constantin zu Themen wie seine multikulturelle Mannschaft, dem FC Zürich als Vorbild oder den winterlichen Transferaktivitäten sagt und was seine Meinung zu der verlorengegangenen Identifikation mit dem Verein und dem Stand des Stadionprojekts ist, erfahren Sie ebenso hier wie Constantins Meinung über Nicole Petignat und seinen Weihnachtswunsch für den FC Sion.

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