Rezo’s finale Zerstörung: Korruption - «Dann klingt das nicht wirklich nach einer Demokratie»
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Rezo’s finale Zerstörung: Korruption«Dann klingt das nicht wirklich nach einer Demokratie»

Der deutsche Youtuber Rezo hat im finalen Teil seiner sogenannten «Zerstörungs-Serie» über die Korruption in der deutschen Politik gesprochen, viele Skandale beleuchtet und das System kritisiert, denn dieser Teil des deutschen Politsystems sei «broken».

von
Picstars
Rezo ist voll im Thema drin und bringt seine Punkte mit viel Enthusiasmus rüber.

Rezo ist voll im Thema drin und bringt seine Punkte mit viel Enthusiasmus rüber.

Screenshot Youtube/Renzo

Darum gehts

  • Youtuber Rezo spricht auch die unangenehmen Themen an: Dieses Mal geht es um Korruption.

  • Rezo kritisiert das politische System in Deutschland, wenn es um Korruption und Transparenz geht.

  • Sein Fazit ist, dass die Regierung durch die Korruption nicht mehr in der Lage sei, Entscheidungen im Sinne des Volkes zu treffen, sondern das Interessen von Grossunternehmen oder Einzelpersonen darüber steht.

20 Minuten hat bereits über die ersten beiden Teile von Rezos aktueller Zerstörung-Serie berichtet. Nun hat der blauhaarige Youtuber mit dem letzten Teil noch einen oben draufgesetzt. Seine Videos sind dafür bekannt, dass sie sehr genau recherchiert sind und er harte Themen der deutschen Realität anspricht. Es gibt sogar den sogenannten Rezo-Effekt, da das Abstimmungsverhalten in vergangenen Volksabstimmungen von jungen Menschen mit seinen Videos in Verbindung gebracht werden konnte. Er behandelt relevante Themen, welche er aber in der Sprache der Jugend bespricht, sodass diese einerseits interessiert am Zuhören sind und es andererseits auch einfacher verstehen. Rezo hat also einen Einfluss auf seine Community und darüber hinaus.

Was Masken und Hotels gemeinsam haben

Er spricht über diverse Maskenskandale in Deutschland. So viele an der Zahl, dass er nicht auf jeden einzelnen Fall eingehen könnte. Jedoch hält er fest, dass bei jedem einzelnen Fall ein CDU-Politiker involviert war. Ein Beispiel bringt er dennoch. Laut Rezos Quellen hat eine Gruppe CDU-Politiker für 60 Millionen Steuergelder Masken eingekauft. Im Gegenzug dafür sollen sie vom Maskenhersteller Provisionsgelder in Millionenhöhe erhalten haben. Gegen diese Politiker wird jetzt ermittelt, doch Rezo erklärt in seinem Video, dass sie aufgrund der Gesetzgebung mit hoher Wahrscheinlichkeit davon kommen werden.

Auch das Beispiel eines Hotelbesitzers bringt Rezo auf. Dieser soll der FDP 1.1 Millionen und der CDU 820’000 Euro bezahlt haben. Kurz darauf haben sich diese beiden Parteien dafür eingesetzt, die Steuern für Hotels zu senken. Nach einem Jahr mussten Hotels schliesslich nur noch die Hälfte der betroffenen Steuer bezahlen.

Viele Parteien und Politiker sind betroffen

Rezos Aussagen und seiner Recherche zufolge, sind die meisten und vor allem viele der schwersten Fälle mit CDU-Politkern in Verbindung zu bringen. Jedoch auch die FDP, SPD und AfD sollen nicht ganz unschuldig sein.

Es gibt ein freiwilliges Transparenzversprechen für Bundestagskandidaten. Aus den Parteien machen bei den Grünen und Linken je etwas mehr als 200 Politikerinnen und Politiker, bei der SPD etwas mehr als 150 mit. Auf dem Mittelfeld sind von den grösseren Parteien die AfD und FDP vertreten. Auf dem hintersten Platz, also die Partei, welche die tiefste Anzahl an Politikerinnen und Politikern stellt, steht die CDU. Weniger als 50 ihrer Parteimitglieder wahren das Transparenzversprechen.

Auch Philipp Amthor wurde von Rezo nicht verschont und als Beispiel gewählt. Er habe seine politische Macht für das Unternehmen Augustus Intelligence ausgenutzt. So hat er beispielsweise einen seitenlangen Brief an den CDU-Wirtschaftsminister geschrieben, worin er eine Investition vorschlug und die Strompreise für dieses Unternehmen in Deutschland als viel zu hoch definiert. Kurz nach dem Erfolg dieses Vorhabens von Amthor, erhielt dieser einen Direktorenposten bei Augustus Intelligence und Aktienoptionen im Wert von bis zu 250’000 Dollar.

Rezos Bitte

Rezo schliesst mit den Worten, dass es ein strukturelles Problem in der deutschen Politk gebe, das durch eine neue und vom restlichen Politsystem unabhängige Kontrolle gelöst werden muss. Er hebt noch einmal hervor, dass es nicht sein kann, dass deutsche Unternehmen selber die Gesetzestexte mitverfassen würden, von welchen sie selber betroffen seien um sich so Vorteile herauszuarbeiten. Das klinge für ihn nicht nach einer Demokratie, in der das Interesse jeder Person gleich viel Wert hat. Das grösste Problem in Rezos Augen ist, dass durch die Korruption politische Entscheidungen nicht grundsätzlich im Sinne des Volkes getroffen werden, wie es eigentlich sein sollte. Er ruft seine Community abschliessend auf am kommenden Sonntag wählen zu gehen.

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Das Influencer Radar entsteht im Rahmen einer Content-Partnerschaft zwischen 20 Minuten und Picstars. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei 20 Minuten.

Picstars ist die führende Anbieterin für kreatives, zeitgeistiges und datengesteuertes Influencer-Marketing in der Schweiz. Die 2014 gegründete Agentur, mit Sitz in Zürich und Berlin, findet den «Perfect Match» zwischen Kunden, Kampagnen und Influencer*innen und kreiert inspirierendes Storytelling für eine authentische Markenkommunikation. picstars.com

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