Aktualisiert 17.03.2009 21:13

Daniel Gygax

«Dann lege ich mir eine heisse Scheibe auf»

Nati-Star Daniel Gygax (27) ist beim 2.-Bundesliga-Klub 1. FC Nürnberg nur Edeljoker – doch der leidenschaftliche DJ weiss sich in der schweren Zeit zu helfen.

von
Andy Huber

Daniel Gygax, in Nürnberg kamen Sie in der Rückrunde in den zehn Spielen nur zu vier Einsätzen. Weshalb?

Daniel Gygax: Die Situation hier im Frankenland ist schon «strange». Nach meinem Muskelfaserriss, den ich in der Winterpause aber voll auskurierte, setzt der Trainer in der Offensive auf meinen Kontrahenten Mike Frantz. Weshalb, weiss ich nicht. Offenbar hat Frantz die besseren Karten bei ihm.

Mit Trainer Michael Oenning verstehen Sie sich offenbar sowieso nicht so gut. Vor dem Duisburg-Spiel strich er Sie wegen «mangelhafter Trainingsleistung» aus dem Kader.

Ich verstand diese Aktion nicht. Man kann doch nicht in jedem Training zaubern wie einst Maradona auf dem Platz. Aber mangelnden Einsatz lasse ich mir nun wirklich nicht vorwerfen.

Am Freitag wurden Sie beim 4:0 gegen Ahlen für den verletzten Frantz eingewechselt und erhielten für Ihre starke Leistung im «Kicker» die Note 2,5. Wird jetzt alles besser?

Das weiss ich nicht. Ich kann es nur hoffen. An mir soll es nicht liegen. Wir sind Sechster, und ich will unbedingt aufsteigen.

Nach dem Match sagte Oenning jedoch, dass für ihn jetzt nicht plötzlich alles Vergangene vergessen sei.

Der Trainer sagte uns einmal, dass persönliche Kritik nicht in die Öffentlichkeit gehöre. Ich frage mich nur, weshalb ich in letzter Zeit seine Kommentare über mich den Zeitungen entnehmen muss.

Wie lenken Sie sich in dieser unangenehmen Situation ab?

(Lacht) Als Seelenhygiene habe ich mir wie zu FCZ-Zeiten die Haare abrasiert. Und wenn ich alles vergessen will, lege ich mir zuhause eine heisse Scheibe auf.

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