Startniederlage: «Dann wird es einfach ein Chrampf»
Aktualisiert

Startniederlage«Dann wird es einfach ein Chrampf»

Roger Federer gab sich nach dem verpatzten Auftakt am ATP-Finale gegen Kei Nishikori (6:7, 3:6) selbstkritisch. Er will ihn aber schnell abhaken.

von
Simon Graf
Ein Start, der zum Nachdenken anregt: Roger Federer.

Ein Start, der zum Nachdenken anregt: Roger Federer.

Keystone

Was ist passiert gegen Kei Nishikori? Ich hatte das Gefühl, dass wir im ersten Satz beide Mühe hatten. Wie es das oft gibt in einer ersten Runde. Im zweiten Satz wurde das Niveau besser, aber leider konnte ich meinen frühen Vorsprung nicht verteidigen. Die zehn Minuten vom Ende des ersten Satzes bis zum 1:1 im zweiten waren wohl der Schlüssel. Es war ein typischer Indoor-Match mit wenigen Chancen. Und der, der sie genutzt hat, setzte sich durch.

Sie hatten die ganze Woche schon Mühe gehabt im Training beim Return. War dieser Ihr Hauptproblem? Mein Plan, wie ich retournieren soll, war sicher richtig. Aber ich brachte es am Anfang nicht fertig, es so hinzubekommen, wie ich wollte. Das passiert ab und zu. Dann wird es einfach ein Chrampf. Aber dann musst du einfach schauen, dass du es irgendwie im richtigen Moment erzwingen kannst. Ich hatte trotzdem das Gefühl, dass ich den ersten Satz hätte gewinnen sollen. Die Chancen waren da. Und beim Aufschlag war ich ja recht souverän. Aber im Tiebreak spielte Nishikori ein paar Wunderbälle. Deshalb verdiente er es sich.

Sie sind sich nicht gewohnt, das erste Spiel am ATP-Finale zu verlieren. Wie gehen Sie damit um? Ich muss es so schnell wie möglich abhaken. Deshalb bin ich auch gleich vom Platz in die Pressekonferenz gekommen. Und wenn ich weg bin von der Anlage, schaue ich nur noch nach vorne. Ich habe jetzt einen Tag frei, muss mitnehmen, was gut war, und analysieren, was ich besser machen muss.

Weiter geht es am Dienstag gegen Dominic Thiem, gegen den Sie eine 1:2-Bilanz haben. Was erwarten Sie von diesem Spiel? Gut, die Bilanz muss nicht viel bedeuten. Wir haben schon lange nicht mehr gegeninander gespielt (letztmals 2016). Ich habe Thiems Match nicht gesehen, war da auf dem Weg hierher. Ich muss sicher besser spielen gegen ihn. Ich bin schon enttäuscht von meiner Leistung. Es kann passieren, sollte aber nicht. Ich freue mich aufs Spiel gegen Thiem, er spielt auch mit viel Variation, mal mit Kick, mal mit Slice, mal mit Power. Ich muss sicher auch taktisch klug spielen.

Deine Meinung