Zoo Zürich - Daran starb Gorilla-Dame Mawimbi (8)
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Zoo ZürichDaran starb Gorilla-Dame Mawimbi (8)

Die Untersuchungsresultate zur schweren Erkrankung Mawimbis liegen vor. Das im April im Zoo Zürich verstorbene Gorillaweibchen litt an einer akuten Gehirnentzündung.

von
Monira Djurdjevic
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Der Zoo Zürich musste im April das achtjährige Tier einschläfern.

Der Zoo Zürich musste im April das achtjährige Tier einschläfern.

Zoo Zürich/Enzo Franchini
Nach dem Tod Mawimbis erhielt die Gruppe Gelegenheit, sich von ihr zu verabschieden.

Nach dem Tod Mawimbis erhielt die Gruppe Gelegenheit, sich von ihr zu verabschieden.

Zoo Zürich/Nicole Schnyder
Mawimbi kam am 12. Juli 2012 als Tochter von Mamitu und N’Gola im Zoo Zürich zur Welt.

Mawimbi kam am 12. Juli 2012 als Tochter von Mamitu und N’Gola im Zoo Zürich zur Welt.

Zoo Zürich/Peter Bolliger

Darum gehts

  • Das Gorillaweibchen Mawimbi wurde nur acht Jahre alt.

  • Der Zoo Zürich musste das Tier im April einschläfern.

  • Nun liegen die Untersuchungsresultate vor.

Der Zoo Zürich hatte am 21. April das Gorillaweibchen Mawimbi aufgrund einer schweren Erkrankung einschläfern müssen. Die Untersuchungen am Tierspital haben nun ergeben, dass eine akute Gehirnentzündung die schweren Krankheitssymptome hervorgerufen hatte. Wie der Zoo Zürich in einer Mitteilung schreibt, wurde die Gehirnentzündung durch eine Amöbenart (Balamuthia mandrillaris) ausgelöst. Diese gelangt über kleine Wunden oder durch Inhalation in den Körper.

Es handle sich hier um eine sehr seltene und leider tödliche Erkrankung. Das Wissen darüber beruhe zu einem grossen Teil auf untersuchten Einzelfällen, bei denen die Amöbe bei Menschen oder Tierarten wie Hunden, Pferden oder Primaten nachgewiesen wurde. Da die Krankheit nicht ansteckend ist, besteht für Menschen und die anderen Tiere der Gorillagruppe keine Gefahr, heisst es in der Mitteilung weiter.

Vom Aussterben bedroht

Das achtjährige Gorillaweibchen Mawimbi war den Tierpflegerinnen und Tierpflegern an einem Wochenende im April als ungewohnt schlapp und appetitlos aufgefallen. Kurz darauf verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand rapide, worauf sich die Tierärztinnen und Tierärzte für eine eingehende Untersuchung entschieden. Wie der Zoo Zürich damals mitteilte, zeigten das Blutbild sowie ein Ultraschall jedoch keine Auffälligkeiten.

Nach der Untersuchung verschlechterte sich Mawimbis Zustand weiter. Sie reagierte kaum mehr auf ihre Umwelt. Eine neuerliche Untersuchung unter Beizug einer Spezialärztin ergab, dass Mawimbi kaum Aussichten auf eine Genesung hatte. Darauf entschied sich der Zoo Zürich in Absprache mit den Tierärzten und beigezogenen Fachspezialistinnen und Spezialisten, Mawimbi einzuschläfern. Nach dem Tod Mawimbis erhielt die Gruppe Gelegenheit, sich von ihr zu verabschieden.

Mawimbi kam am 12. Juli 2012 als Tochter von Mamitu und N’Gola im Zoo Zürich zur Welt. Die Zürcher Gorillagruppe umfasst aktuell nun noch fünf Tiere. Westliche Flachlandgorillas sind in der Natur vom Aussterben bedroht. Die Gorillas im Zoo Zürich sind Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes EEP, mit dem Ziel, eine gesunde und stabile Reservepopulation zu erhalten.

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