Braune Blätter: 5 Red Flags beim Kauf von Zimmerpflanzen

Liebst du deine Zimmerpflanzen innig? Wir geben dir fünf Tipps, worauf du beim Kauf deines nächsten Pflanzenfreundes achten solltest.

Liebst du deine Zimmerpflanzen innig? Wir geben dir fünf Tipps, worauf du beim Kauf deines nächsten Pflanzenfreundes achten solltest.

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TippsDarauf musst du achten, wenn du neue Zimmerpflanzen kaufst

Gelbe Blätter, weisse oder braune Stellen? Wir zeigen dir fünf «Red Flags» beim Kauf von Zimmerpflanzen.

von
Meret Steiger

Zimmerpflanzen sind beliebter als je zuvor: Während der Pandemie, als viele von uns mehr Zeit zuhause verbracht haben, stieg die Nachfrage nach Zimmerpflanzen massiv an – und ist seit da ungebrochen. Kein Wunder: Die Pflanzen können deine Räume nicht nur optisch verschönern, sondern sorgen im besten Fall auch für bessere Luft. 

Beim Kauf von Zimmerpflanzen gibt es einige Zeichen für eine gesunde Pflanze, die du kennen und beachten solltest. Bevor du also in einen neuen Pflanzenfreund für dein Wohnzimmer investierst, solltest du Blätter, Äste, Wurzeln und Erde genau anschauen. Wir sagen dir, welche «Red Flags» dir beim Pflanzenkauf auffallen könnten – und was sie bedeuten.

Gelbe Blätter

Gelbe Blätter können ein Zeichen für eine ganze Reihe von Problemen sein. Ein einzelnes ist aber noch kein Grund zur Sorge.

Gelbe Blätter können ein Zeichen für eine ganze Reihe von Problemen sein. Ein einzelnes ist aber noch kein Grund zur Sorge.

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Ein einzelnes gelbes Blatt an einer sonst gesunden Pflanze ist eher kein Grund zur Sorge. Hat die Pflanze aber sehr viele gelbe Blätter, könnte sie eine ganze Reihe von Problemen haben: zu viel Wasser, zu wenig Wasser, Befall von Schädlingen, zu viel Dünger oder falsche Lichtverhältnisse. So oder so: Eine Pflanze mit vielen gelben Blättern solltest du besser im Laden lassen.

Braune Blätter und feuchte Erde

Braune, trockene Blätter sind normalerweise einfach nur ein Zeichen dafür, dass die Pflanze durstig ist und zu wenig Wasser hat. Ist die Erde ebenfalls trocken, dann kannst du dieses Gewächs mit der richtigen Pflege noch retten. Sind die Blätter aber trocken, die Erde dagegen feucht, handelt es sich um ein grösseres Problem: Diese Pflanze könnte unter Wurzelfäule leiden. Diese Krankheit verhindert nämlich, dass die Wurzeln Wasser aufnehmen können. Retten kannst du hier meist nicht mehr viel, eine Pflanze, die so aussieht, solltest du also nicht mit nach Hause nehmen.

Wurzel-Check

Gesunde Wurzeln sind fest, riechen erdig und haben eine Farbe von Weiss bis Beige. Alles andere kann auf Wurzelfäule hindeuten.

Gesunde Wurzeln sind fest, riechen erdig und haben eine Farbe von Weiss bis Beige. Alles andere kann auf Wurzelfäule hindeuten.

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A propos Wurzeln: An denen kannst du diverse Krankheiten oder andere Probleme erkennen. Dafür musst du die Pflanze vorsichtig aus dem Anzieh-Topf ziehen. Um die Erde zu lösen, hilft es, den Topf sanft zusammenzudrücken. Anschliessend kannst du an den Wurzeln riechen: Riechen sie moderig oder nach Schwefel, dann könnte die Pflanze ebenfalls an Wurzelfäule leiden.

Das kannst du überprüfen, indem du dir die Wurzeln ansiehst: Sie sollten eine helle Farbe (weiss bis beige) haben und stabil sein. Sind die Wurzeln rötlich, braun, schwarz und matschig, dann deutet das auf Probleme hin. Zwar ist es nicht unmöglich, eine Pflanze mit Wurzelfäule zu retten, die Erfolgschancen sind aber eher klein.

Weisse, teils klebrige Stellen

Sie ist echt keine Schönheit: Die Wolllaus. Sie kann deinen Pflanzen auf mehrere Arten schaden, unter anderem, in dem sie den Pflanzensaft aussaugt.

Sie ist echt keine Schönheit: Die Wolllaus. Sie kann deinen Pflanzen auf mehrere Arten schaden, unter anderem, in dem sie den Pflanzensaft aussaugt.

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Wenn du weisse Stellen an der Pflanze siehst, die ein bisschen an Wolle oder Spinnennester erinnern, nimm die Pflanze auf gar keinen Fall mit nach Hause und informiere einen Angestellten des Gewächshauses oder der Gärtnerei: Diese Spuren sind ein Zeichen für Wollläuse. Die Bekämpfung bei fortgeschrittenem Befall ist nicht ganz einfach und die Pflanze könnte andere Pflanzen bei dir zuhause anstecken. Zur Sicherheit kannst du eine neue Zimmerpflanze aber auch mal zwei Wochen in Quarantäne stellen, damit sie sicher keine unerwünschten Schädlinge an deine anderen Pflanzen verteilt.

Helle Flecken und «Spinnenweben»

Spinnmilben sind eine Plage, da sie schwerer zu bekämpfen sind, als beispielsweise Blattläuse.

Spinnmilben sind eine Plage, da sie schwerer zu bekämpfen sind, als beispielsweise Blattläuse.

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Silbrig-weisse oder gelbliche Sprenkel auf den Blättern sind typisch für einen Spinnmilbenbefall. Du erkennst das auch an spinnenartigen Netzen an den Blättern. Auch hier gilt: Es ist zwar nicht unmöglich, die Spinnmilben loszuwerden, aber es ist aufwändig und der Erfolg ist nicht garantiert. Informiere einen Angestellten über den Befall und lass die Pflanze besser im Laden.

Wie geht es deinen Zimmerpflanzen so?

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