GROW UP: Darauf solltest du beim Kauf deiner Klamotten achten

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GROW UPDarauf solltest du beim Kauf deiner Klamotten achten

Qualität und Nachhaltigkeit haben ihren Preis. Mit ein paar Tricks kannst du Kleider aller Herkunft auf Herz und Nieren prüfen. Grundsätzlich gilt: weniger kaufen und sorgfältig auswählen.

Vor allem beim Onlineshopping ist es meist schwierig, die Materialqualität zu überprüfen. Viele Online-Anbieter geben sich alle Mühe, die Kleidung möglichst detailliert zu beschreiben und mit dreidimensionalen 360°-Rundumansichten anschaulich zu präsentieren.

Gerne vergessen geht dabei die eigentliche Qualität des verarbeiteten Materials. Mit einigen Tricks erkennst du gute Kleidungsstücke aber auch über den Bildschirm.

• Kaufe deine Kleidung, wenn möglich, vor Ort. So kannst du die Beschaffenheit des Materials sowie den Tragekomfort hinsichtlich Flexibilität oder Schnitt überprüfen. Ausserdem verhinderst du so, dass du wegen schlechter Qualität oder unpassender Grösse massenweise Pakete hin- und hersendest.

• Sei dir bewusst, dass zum Verkauf angebotene Kleidung für Präsentationszwecke und Tragekomfort oft mit Weichmacher chemisch behandelt wird. Der kuschlige Pulli kann nach dem ersten Waschen so plötzlich unangenehm steif oder kratzig werden.

• Lies daher die Angaben zur Materialzusammensetzung (auf einem Etikett an der Innenseite des Kleidungsstückes angebracht). Anteile synthetischer Fasern wie Polyester oder Elastan sollten möglichst tief sein. Diese sind in der Produktion um einiges billiger als herkömmliche Baumwolle, knittern weniger und trocknen schneller. Dafür bilden sie schnell strenge Gerüche beim Tragen und können Hautirritationen hervorrufen.

• Auf dem Pflegeetikett findest du auch die Angaben zum Waschen. Je niedriger die empfohlene Waschtemperatur, desto anfälliger ist das Kleidungsstück auf Farbverlust oder Verformung. Kannst du die schicke Hose nur in der chemischen Reinigung säubern, solltest du den Kauf nochmals überdenken.

• Achte auf die Verarbeitung: Die Anzahl Nähte gibt dir einen Anhaltspunkt, wie sorgfältig ein T-Shirt hergestellt wurde. Wenn die Nähte beim sanften Auseinanderziehen nicht flach bleiben oder das Kleidungsstück schon vor dem Kauf Fäden zieht, lässt du besser die Finger davon.

• Teuer ist nicht immer gleich besser. Viele teure Luxus-Labels schneiden in puncto Nachhaltigkeit und Arbeitsbedingungen noch schlechter ab als Zara & Co. So viel ist aber sicher: Sorgfältig und nachhaltig hergestellte Kleidung hat ihren Preis, und das sollte sie dir auch wert sein.

Bei Kleidungsstücken aus Baumwolle oder Leinen ist es wichtig, dass du auf die Biozertifizierung achtest oder nachhaltige Labels berücksichtigst. Über den tatsächlichen Wasserverbrauch der Baumwollproduktion kursieren unterschiedliche Zahlen.

Der WWF beispielsweise kritisiert vor allem den hohen Wasserverlust infolge veralteter Bewässerungssysteme oder die sehr häufige Verwendung giftiger Pestizide, die dem Boden und auch deiner Haut schaden können. Und das wohl grösste Problem ist der übermässige Konsum.

Gestalte also deinen Kleiderkauf ganz im Sinne von Designer-Ikone Vivienne Westwood: Kaufe weniger, wähle sorgfältig aus und trage den Dingen Sorge.

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