Aktualisiert 20.07.2017 13:11

Energy ChallengeDarf ich das Fenster nicht mal im Sommer kippen?

Was muss man beim Lüften im Sommer beachten? Tipps, wie Ihre Wohnung auch bei warmen Aussentemperaturen mit frischer Luft versorgt wird.

von
sts
Im Sommer sollten die Fenster 20 bis 25 Minuten aufgerissen werden, damit ein kompletter Luftaustausch stattfinden kann.

Im Sommer sollten die Fenster 20 bis 25 Minuten aufgerissen werden, damit ein kompletter Luftaustausch stattfinden kann.

Flickr.com

Das Thema Lüften sorgt in stickigen Büros genauso wie in lauschigen Paarwohnungen oder hippen Cafés für Streit. Wie oft soll gelüftet werden? Wann ist der ideale Zeitpunkt, um die Fenster mal richtig aufzureissen? Wie lange soll das Lüften dauern?

In einem Punkt dürfte aber grösstenteils Einigkeit herrschen: Die im Sommer grundsätzlich höhere Luftfeuchtigkeit als in der kalten Jahreszeit und die hohen Aussentemperaturen sollen möglichst draussen bleiben. Nachfolgende Tipps tragen zu einem angenehm kühlen, frischen und trockenen Raumklima bei.

• Zeitpunkt: Lüften Sie möglichst am frühen Morgen oder am späten Abend, wenn es draussen nicht so heiss ist. Nach dem Lüften sollten die Fenster wieder komplett geschlossen werden, damit die tagsüber warme Sommerluft nicht in das Haus eindringen kann.

Weil Sie im Dachgeschoss im Sommer mit höheren Temperaturen rechnen müssen, ist die Raumluftfeuchtigkeit meist etwas tiefer und in diesen Räumen kann daher auch am Tag gelüftet werden.

• Dauer: Das Lüften sollte im Sommer im Gegensatz zur kalten Jahreszeit länger dauern. 20 bis 25 Minuten sind ideal, damit ein kompletter Luftaustausch stattfinden kann.

• Querlüften: Im Badezimmer und in der Küche gilt erst eine Raumluftfeuchte von 60 beziehungsweise 70 Prozent als zu hoch. Kochen und Duschen sorgen für einen Anstieg der Luftfeuchtigkeit und im Anschluss an diese Tätigkeiten sollte für einen raschen Luftaustausch quergelüftet werden.

Das bedeutet, dass Sie zwei gegenüberliegende Fenster gleichzeitig öffnen und so Durchzug schaffen. Die feuchtigkeitsgeladene Luft aus Küche oder Bad wird nach draussen gezogen und trockenere Aussenluft kann in das Zimmer eindringen. Dies funktioniert allerdings nur, wenn die Luft draussen nicht genauso feucht und schwül ist wie die Zimmerluft.

• Kippen des Fensters: Wird abends richtig durchgelüftet, ist nachts kein offenes Fenster nötig für die Versorgung mit frischer Luft. Der menschliche Körper benötigt – je nach körperlicher Betätigung – 10 bis 50 Liter Sauerstoff pro Stunde. Im Schlaf ist der Bedarf normalerweise tiefer als tagsüber und ein 20 Quadratmeter grosses Zimmer enthält rund 10'000 Liter des lebenswichtigen Elementes. Es steht also mehr als genug Sauerstoff zur Verfügung, auch wenn die Fenster in der Nacht geschlossen sind.

Bei Aussentemperaturen zwischen 16 und 18 Grad Celsius dürfen Sie die Fenster nachts kippen, da dies die empfohlene Schlafzimmertemperatur ist und die Aussenluft das Zimmer somit weder kühlt noch erwärmt.

Energy Challenge 2017

Die Energy Challenge 2017 ist eine nationale Aktion von Energie Schweiz und dem Bundesamt für Energie rund um die Themen Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Als Medienpartner beleuchtet auch 20 Minuten den Themenschwerpunkt mit Grafiken, Reportagen und Interviews. Mehr Infos gibt's in der kostenlose Energy Challenge-App für Android und für iOS.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.